Artensterben
: Guterres warnt Menschheit vor „Existenzkrise“

Die Menschheit führe Krieg gegen die Natur, sagt UN-Generalsekretär António Guterres auf der UN-Artenschutzkonferenz (COP16) im kolumbianischen Cali. Man müsse die Plünderung der Natur stoppen.
Von
afp
Cali
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Colombian President Gustavo Petro (C) and UN general Secretary Antonio Guterres (5th L) attend the ceremony of the COP16 Summit in Cali, Valle del Cauca department, Colombia, on October 29, 2024. Humanity faces an "existential crisis" caused by its rapacious destruction of life-sustaining nature, UN chief Antonio Guterres warned delegates Tuesday at a major biodiversity summit in Colombia. (Photo by Luis ACOSTA / AFP)

Die United Nations Biodiversity Conference in Kolumbien.

LUIS ACOSTA/AFP
  • UN-Generalsekretär Guterres warnt vor „Existenzkrise“ durch Zerstörung der Natur.
  • Auf der COP16 in Kolumbien fordert Guterres, den Naturplünderungen Einhalt zu gebieten.
  • Die Konferenz „Peace with Nature“ will bis 2030 30% der globalen Flächen schützen.
  • Es bleiben nur fünf Jahre, um die 23 UN-Ziele zu erreichen.
  • Kolumbiens Umweltministerin Muhamad betont die Dringlichkeit finanzieller Mittel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Menschheit steht laut UN-Generalsekretär António Guterres angesichts der Zerstörung der Natur vor einer „Existenzkrise“. „Jeden Tag verlieren wir mehr Arten. Jede Minute kippen wir einen Müllwagen voller Plastikmüll in unsere Ozeane, Flüsse und Seen“, sagte Guterres am Dienstag vor den Delegierten der UN-Artenschutzkonferenz (COP16) im kolumbianischen Cali. „So sieht eine existenzielle Krise aus.“

Die Menschheit müsse von der „Plünderung zur Bewahrung“ der Natur kommen, sagte Guterres. „Natur ist Leben. Und trotzdem führen wir Krieg gegen sie.“ Kein Land, egal ob reich oder arm, sei immun gegen die Auswirkungen des Klimawandels, den Verlust der biologischen Vielfalt oder die Umweltverschmutzung. „Diese Umweltkrisen sind miteinander verwoben“, betonte Guterres.

Fünf Jahre Zeit, um 23 UN-Ziele zu erreichen

Die noch bis Freitag dauernde Konferenz steht unter dem Motto „Peace with Nature“ ("Frieden mit der Natur"). Ziel ist die Vereinbarung eines Plans zur Umsetzung der 23 UN-Ziele der COP15 zur Eindämmung von Umweltzerstörung und weltweitem Artensterben bis 2030. Im Zentrum steht unter anderem die Frage der Finanzierung von Maßnahmen.

Die Delegierten haben keine Zeit zu verlieren. Es bleiben nur noch fünf Jahre, um die 23 UN-Ziele zu erreichen. Sie sehen unter anderem vor, 30 Prozent der globalen Land-, Wasser- und Meeresflächen bis 2030 unter Schutz zu stellen.

Kolumbiens Umweltministerin und COP16-Präsidentin Susana Muhamad erklärte, die Konferenz habe den Verlust der biologischen Vielfalt auf eine Stufe mit der Klimakrise gestellt. Gleichzeitig betonte sie, die Umsetzung der 23 UN-Ziele erfordere mehr finanzielle Mittel.