Annalena Baerbock
: Ehe-Aus nach 17 Jahren

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr Mann Daniel Holefleisch haben sich getrennt. Das steckt dahinter.
Von
Dorothee Torebko
Berlin
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70. Bundespresseball „Für die Pressefreiheit“: ARCHIV - 21.04.2023, Berlin: Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen), Außenministerin, und ihr Mann Daniel Holefleisch kommen zum 70. Bundespresseball „Für die Pressefreiheit“ ins Hotel Adlon Kempinski. Der Ball steht künftig unter dem Motto „Für die Pressefreiheit“ - der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Iran, wo Demokratie und freie Presse unterdrückt werden. (zu dpa: «Außenministerin Baerbock und ihr Ehemann haben sich getrennt») Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr Mann Daniel Holefleisch beim Bundespresseball 2023 im Adlon in Berlin.

Annette Riedl/dpa
  • Außenministerin Annalena Baerbock und Daniel Holefleisch haben sich nach 17 Jahren Ehe getrennt.
  • Sie bleiben aus Rücksicht auf ihre beiden Töchter weiterhin im gemeinsamen Haus in Potsdam wohnen.
  • Baerbock und Holefleisch betonen, dass es keine neuen Partner gibt.
  • Die Belastungen ihres Lebensstils als Spitzenpolitikerin werden als mögliche Trennungsgründe genannt.
  • Baerbock bleibt im Wahlkampf aktiv und strebt weitere politische Erfolge an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

17 Jahre waren sie verheiratet, jetzt ist es aus: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr Ehemann Daniel Holefleisch haben ihre Trennung mitgeteilt. „Wir haben in einem längeren Prozess gemeinsam vor einiger Zeit entschieden, dass wir kein Paar mehr sind“, heißt es in einer Erklärung, aus der die „Bild“ zitiert. Und weiter: „Um möglichen Spekulationen zuvorzukommen: Es gibt keine neuen Partner.“

Er machte Platz für sie

Baerbock und Holefleisch hatten sich vor 20 Jahren durch die Arbeit bei den Grünen kennengelernt. Baerbock machte als Parteivorsitzende Karriere, war 2021 die erste Kanzlerkandidatin der Grünen und wurde in der Ampel-Regierung schließlich Außenministerin. Holefleisch zog sich aus der Partei zurück. Er machte ihr Platz, arbeitete als Lobbyist und kümmerte sich um die beiden gemeinsamen Töchter.

Als Baerbock den Wahlkampf um die Kanzlerschaft antrat, war sie überzeugt davon, dass sich Karriere und Familie vereinbaren lassen. „Ich habe die Entscheidung mit meiner Familie beraten. Ich werde weiterhin Mutter bleiben“, sagte sie damals. Und: „Meine Kinder wissen, wo mein Herz ist.“ Sie war sich sicher, dass sich Karriere und Mutterschaft nicht ausschließen müssen. Das Amt als Außenministerin mit den vielen Reisen, stundenlangen Sitzungen und der ständigen Pendelei von ihrem Wohnort Potsdam nach Berlin waren dann aber womöglich doch zu viel.

Welche Belastung dieser Lebensstil für die Ehen von Spitzenpolitikern darstellt, zeigen auch andere Beispiele aus der Politik. Baerbock teilt ihr Schicksal etwa mit Parteifreund und Ex-Außenminister Joschka Fischer. Dieser war viermal verheiratet. Ex-Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat zum zweiten Mal geheiratet und der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) war sogar fünfmal verheiratet.

„Das Wichtigste bleibt für uns, gemeinsam dafür zu sorgen, dass unsere beiden Töchter in Ruhe und in einem liebevollen Umfeld aufwachsen könnten“, zitiert die „Bild“ aus der Erklärung. Deshalb wollten Baerbock und Holefleisch weiter in ihrem gemeinsamen Zuhause in Potsdam wohnen bleiben.

Das Tempo für Baerbock bleibt hoch

Doch Ruhe wird bei Baerbock erst einmal nicht einkehren. Das Tempo bleibt hoch. Sie muss nun nicht mehr nur das Amt als Außenministerin ausfüllen, sondern ist jetzt auch im Wahlkampf-Modus. Zusammen mit dem Kanzlerkandidaten, Robert Habeck, tritt sie im Spitzenduo für die Grünen an, um auch künftig weiterregieren zu können.