Angriff auf Bus in Israel
: Fünf Tote bei Anschlag in Jerusalem

Die Lage in Nahost ist seit Beginn des Gaza-Kriegs extrem angespannt. Immer wieder ist es zu Anschlägen von Palästinensern auf Israelis gekommen. In Jerusalem schießen zwei Attentäter auf Zivilisten.
Von
Amelie Schröer
Jerusalem
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Nahostkonflikt - Anschlag in Jerusalem

Bei einem Anschlag auf einen Bus in Jerusalem sterben fünf Menschen, 12 weitere werden teils schwer verletzt.

Mahmoud Illean/AP/dpa
  • Anschlag in Jerusalem: Fünf Tote und zwölf Verletzte bei Angriff auf einen Bus.
  • Zwei mutmaßlich palästinensische Attentäter erschossen, einer trug ein Messer.
  • Täter eröffneten Feuer an Bushaltestelle; ein Bus wurde von Schüssen durchsiebt.
  • Sicherheitskräfte und bewaffneter Zivilist stoppten die Attentäter.
  • Nach dem Anschlag Militärsperren und Razzia nahe Ramallah eingerichtet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Anschlag in Jerusalem sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, vier männliche Opfer seien am Ort des Anschlags für tot erklärt worden. Eine Frau starb nach Krankenhausangaben später an den Folgen ihrer schweren Verletzungen. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden insgesamt zwölf Personen in Krankenhäuser gebracht. Sieben davon hätten schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei teilte mit, man gehe von einem Anschlag im Norden der Stadt aus. Zufahrtswege seien gesperrt worden.

Der Rettungsdienst Zaka teilte mit, zwei mutmaßlich palästinensische Attentäter seien getötet worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt nach dem Anschlag nach Angaben seines Büros eine Lageberatung mit Sicherheitsrepräsentanten ab.

Bus von Schüssen durchlöchert

Ein Wachmann aus einem naheliegenden Busbahnhof sagte dem israelischen TV-Sender Channel 13, zwei bewaffnete Männer seien an einer Kreuzung in einen Bus eingedrungen, es seien Schüsse gefallen. „Der Bus ist vorn von Schüssen durchlöchert“, sagte er. Einer der Angreifer habe auch ein Messer getragen.

„Als ich am Einsatzort ankam, sah ich mehrere Schussverletzte am Boden liegen, einige von ihnen waren bewusstlos“, berichtete ein Sanitäter. „Ich leistete einem etwa 45-Jährigen schwer verletzten Mann medizinische Hilfe.“ Der durch Schüsse getroffene Mann sei bei Bewusstsein gewesen und ins Krankenhaus gebracht worden.

Attentäter kamen in einem Fahrzeug zum Ort des Anschlags

Die Polizei teilte mit, die beiden Attentäter seien in einem Fahrzeug zur Ramon-Kreuzung im Norden Jerusalems gekommen. An einer Bushaltestelle hätten sie das Feuer eröffnet. Ein Sicherheitsbeamter und ein bewaffneter Zivilist hätten auf sie geschossen und sie „ausgeschaltet“. Zahlreiche Polizeikräfte seien zur Sicherung des Anschlagsorts im Einsatz, auch mit Sprengstoffexperten. Forensische Teams kümmerten sich um die Spurensicherung.

Nach dem Anschlag wurden nach Angaben von Augenzeugen Militärsperren zwischen Jerusalem und Ramallah, in deren Nähe palästinensische Ortschaften im besetzten Westjordanland liegen, für den Verkehr gesperrt. In Kalandia habe es eine Razzia der Armee gegeben.