326 Tage in Gefangenschaft
: Israelische Armee befreit Geisel aus dem Gazastreifen

Wie die israelische Armee mitteilt, konnte ein 52-jähriger israelischer Vater aus Gaza befreit werden. Der Mann sei in eine Klinik gebracht worden, aber stabil, heißt es.
Von
kna
Jerusalem
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Nahostkonflikt - Demos in Israel für Geisel-Deal

In Israel demonstriert die Bevölkerung für einen Geisel-Deal zwischen Israel und Gaza.

Maya Alleruzzo/AP/dpa

Qaid Farhan Alkadi, ein Beduine aus Rahat, ist am Dienstag von israelischen Sicherheitskräften aus dem südlichen Gazastreifen befreit worden, berichtet der Nachrichtendienst KNA. Der Gesundheitszustand des 52-Jährigen sei stabil und er sei zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die israelische Armee mit. Einzelheiten der Befreiungsaktion könnten aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt werden, so die Armee.

Vater von elf Kindern

Das „Forum der Geisel- und Vermisstenfamilien“ begrüßte die Befreiung Alkadis nach 326 Tagen in Gefangenschaft. Der Vater von elf Kindern aus dem Süden von Rahat wurde demnach am 7. Oktober von seinem Sicherheitsdienst in einer Verpackungsfabrik des Kibbuz Magen entführt. Es dürfe nicht vergessen werden, „dass militärische Operationen allein nicht ausreichen, um die übrigen 108 Geiseln zu befreien“. Einziger Weg dazu sei eine Verhandlungslösung.

Das Forum appellierte an die internationale Gemeinschaft, den Druck auf die Hamas aufrechtzuerhalten, das vorgeschlagene Abkommen zu akzeptieren. Die verbleibenden Geiseln könnten es sich nicht leisten, „auf ein weiteres solches Wunder zu warten“.