Zugverkehr zeitweise gesperrt
: Bombendrohungen an Bahnhöfen wie Bregenz

Fast täglich eine Droh-Mail: Mehrere Bahnhöfe in Österreichs Großstädten mussten in den vergangenen Tagen gesperrt werden. Auch der Wiener Flughafen war betroffen.
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dpa
Wien
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Ermittlungen zu getöteter Frau in Vorarlberg: ARCHIV - 24.02.2024, Österreich, Wien: Das Emblem der österreichischen Polizei auf einer Uniform. (zu dpa: «Serie von Bombendrohungen an Österreichs Bahnhöfen») Foto: Matthias Röder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Serie von Bombendrohungen an Österreichs Bahnhöfen beschäftigt die Polizei.

Matthias Röder/dpa

Wegen Bombendrohungen sind in den vergangenen Tagen mehrere Bahnhöfe im Nachbarland Österreich vorübergehend gesperrt worden. Zuletzt wurde am Donnerstag (3.10.2024) der Bahnhof Bregenz großräumig abgeriegelt. Der Zugverkehr in der Stadt am Bodensee wurde unterbrochen. Die Drohmails seien sehr ähnlich, sagte ein Sprecher der niederösterreichischen Polizei der Deutschen Presse-Agentur in St. Pölten. Auffällig sei auch, dass bisher die Bahnhöfe in den Landeshauptstädten betroffen waren.

In E-Mails wurde vor Sprengsätzen an Bahnhöfen gewarnt

Betroffen waren am Mittwochabend die Bahnhöfe St. Pölten, Salzburg und Klagenfurt, am Dienstag der Linzer und am Montag der Grazer Hauptbahnhof. Alle mussten für mehrere Stunden abgesperrt werden. An allen Standorten erhielt die Polizei Drohungen per E-Mail, dass am jeweiligen Bahnhof Sprengsätze gezündet werden könnten. Die österreichischen Verfassungsschutzbehörden sind nun in die Ermittlungen involviert.

Bisher konnten keinerlei gefährliche Gegenstände gefunden werden. Zur Sache wollte sich das staatliche Eisenbahnunternehmen ÖBB nicht äußern.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass auch der Wiener Flughafen am Vortag eine Drohung erhalten hatte. Die Ermittler schließen jedoch einen direkten Zusammenhang mit den Bombendrohungen gegen die Bahnhöfe „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ aus, hieß es von der Polizei. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass von dem Absender tatsächlich eine Bedrohung ausgeht“, sagte ein Sprecher.