ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh ist insolvent: 230.000 Euro Schulden - „Das war ein Fehler“

Moderatorin Andrea Ballschuh musste Privatinsolvenz anmelden.
picture alliance / dpa, Georg WendtAndrea Ballschuh ist insolvent. Die 54-jährige ZDF-Moderatorin musste am 5. Februar 2026 Privatinsolvenz anmelden. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich ihre Schulden auf rund 230.000 Euro belaufen haben. Im Gespräch mit „BUNTE“ spricht Ballschuh nun offen darüber, wie es zu der finanziellen Krise kam und warum sie ihr früheres Geschäftsmodell heute kritisch sieht.
Andrea Ballschuh musste Privatinsolvenz anmelden
Für Andrea Ballschuh begann die finanzielle Krise mit ihrer beruflichen Selbstständigkeit. 2019 machte sich die langjährige TV-Moderatorin als Videocoach selbstständig und arbeitete zunächst erfolgreich. Drei Jahre später wagte sie den nächsten großen Schritt und eröffnete ein eigenes, großes Videostudio.
Rückblickend bezeichnet Ballschuh diese Entscheidung gegenüber „BUNTE“ deutlich als Fehler. Kurz vor der Eröffnung zerstritt sie sich demnach mit ihrer damaligen Geschäftspartnerin und musste das Projekt anschließend alleine weiterführen.
„Ich habe gefühlt Tag und Nacht gearbeitet, musste aber feststellen: Das reicht nicht“, erzählt die Moderatorin. Die Kosten seien letztlich zu hoch gewesen.
Am 5. Februar 2026 zog Ballschuh schließlich die Konsequenzen und meldete Privatinsolvenz an. Ihre Schulden beliefen sich zu diesem Zeitpunkt nach ihren Angaben auf 230.000 Euro.
„Ich habe 2 Jahre lang gekämpft“
Wie lange Andrea Ballschuh versucht hatte, eine Insolvenz noch zu verhindern, machte sie auch auf LinkedIn öffentlich. Anlass war ein Gespräch mit den Unternehmern Dominik Jansen und Marco Franz.
„Ich habe 2 Jahre lang gekämpft, um meine eigene Insolvenz zu verhindern“, schreibt die Moderatorin dort. Sie habe während dieser Zeit immer weitergearbeitet und „stumpf abgearbeitet“, was ihr irgendwann keine Freude mehr gemacht habe – „wegen des Geldes“.
Die finanzielle Situation belastete Ballschuh auch emotional stark. Gegenüber „BUNTE“ berichtet sie, dass ihr insbesondere die Angst vor einem möglichen Imageverlust zugesetzt habe. Die Situation sei für sie eine „Hölle“ gewesen und habe sie „fast in den Burn-out“ gebracht.
Heute geht die Moderatorin bewusst offen mit ihrer Insolvenz um. Sie möchte damit nach eigener Aussage auch anderen Menschen Mut machen, die sich in einer vergleichbaren finanziellen Situation befinden. Eine Insolvenz müsse nicht das Ende bedeuten, sondern könne auch die Möglichkeit für einen Neuanfang sein.
Andrea Ballschuh muss mit 1.500 Euro im Monat auskommen
Die finanziellen Folgen bekommt Ballschuh auch im Alltag zu spüren. Nach eigenen Angaben stehen ihr derzeit monatlich 1.500 Euro zur Verfügung. Der übrige Teil ihrer Honorare geht an den Insolvenzverwalter.
Ihre bisherige Wohnung mit einer monatlichen Miete von 1.600 Euro konnte sie deshalb nicht behalten. Ballschuh zog zu ihrem Freund. Auch ihre private Krankenversicherung konnte sie sich nach eigenen Angaben nicht mehr leisten.
Trotz der Insolvenz arbeitet die 54-Jährige weiterhin. Im Fernsehen ist sie unter anderem Teil des Vertretungsteams der ZDF-Sendung „Volle Kanne – Service täglich“. Bis 2023 war sie außerdem als Vertretungsmoderatorin bei „hallo deutschland“ im Einsatz.
Daneben ist Ballschuh weiterhin als Medien- und Präsenztrainerin tätig.
Andrea Ballschuh findet Halt im Glauben
In der schwierigen Zeit habe ihr auch ihr Glaube geholfen. „Als die Ängste besonders groß waren, habe ich zu Gott gefunden. Ich habe mich in Gottes Arme fallen lassen“, erzählt sie „BUNTE“.
Andrea Ballschuh möchte ihre finanzielle Krise inzwischen nicht mehr verstecken. Stattdessen spricht sie öffentlich über die Fehler, die zu ihrer Insolvenz geführt haben, und über die Konsequenzen, mit denen sie heute leben muss.
Für die Moderatorin bedeutet die Privatinsolvenz damit nach eigener Darstellung nicht nur einen tiefen Einschnitt, sondern auch die Chance, beruflich und persönlich neu anzufangen.

