Wurst
: Rückruf bei Lidl - gesundheitliche Beschwerden möglich

Ein Wurstprodukt bei Lidl ist derzeit von einem Rückruf betroffen. Was müssen Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt beachten?
Von
David Hahn
Berlin
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ARCHIV - 27.08.2024, Thüringen, Schkölen: Thüringer Bratwürste liegen auf dem Grill

 (zu dpa: «Nachbarschaftsstreit um Grill eskaliert») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

(Symbolbild) Die wichtigsten Indos zum aktuellen Wurst-Rückruf bei Lidl gibt es hier im Überblick.

Martin Schutt/dpa

In Deutschland gibt es in mehreren Bundesländern eine neue Rückrufaktion für Bratwürste, die über Lidl verkauft wurden. Um welches Produkt handelt es sich genau und was steckt dahinter?

Lidl: Rückruf von Wurst aktuell

Grund für den aktuellen Rückruf ist ein Etikettierungsfehler bei einer Geflügelbratwurst. Betroffen ist ausschließlich eine klar definierte Charge. Nach Angaben des Herstellers wurden einzelne Packungen einer „Geflügelbratwurst mit Käse“ irrtümlich mit Etiketten für normale Geflügelbratwurst versehen. Dadurch fehlt auf den betroffenen Verpackungen der Hinweis auf das enthaltene Allergen Milch (einschließlich Laktose).

Für die Mehrheit der Verbraucher besteht kein Risiko. Das Produkt ist laut Hersteller qualitativ einwandfrei. Anders sieht es jedoch für Menschen mit Laktoseintoleranz und Personen mit Milcheiweißallergie aus. Bei ihnen kann der Verzehr zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Dazu zählen unter anderem Verdauungsprobleme oder allergische Reaktionen.

Konkret handelt es sich um das Produkt:

  • KAMAR Geflügelbratwurst, 500 Gramm
  • Produktionsdatum: 17.04.2026
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 26.06.2026
  • Chargennummer: 5161516
  • EAN: 4008460266741
  • Verpackung: 500 g Vakuumverpackung

Die Meemken Wurstwaren GmbH, Hersteller aus Friesoythe in Niedersachsen, betont, dass es sich um einen Einzelfehler im Verpackungsprozess handelt. Das Unternehmen bedauert den Vorfall und entschuldigt sich bei den Verbrauchern für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Andere Chargen oder Produkte sind nach aktuellem Stand nicht betroffen.

Welche Bundesländer sind betroffen?

Der Vertrieb erfolgte laut aktuellen Angaben in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen.

Rückgabe ohne Kassenbon möglich

Verbraucher mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie werden gebeten, das betroffene Produkt vorsorglich nicht zu verzehren. Bereits gekaufte Ware kann auch ohne Vorlage eines Kassenbons in den jeweiligen Märkten zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.