Woran erkennt man eine Infektion?
: Aktuelle Corona-Symptome im November 2025

Welche Symptome werden durch die aktuellen Corona-Varianten verursacht? Unterscheiden sie sich von älteren Varianten?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Eine Frau hält sich im Bett einen Kühlakku an die Wange: ILLUSTRATION - Wenn der Zahn einem die Nachtruhe raubt, kann ein Kühlpack im Tuch Linderung verschaffen. (zu dpa: «Warum werden Zahnschmerzen nachts oft schlimmer?») Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Welche Symptome verursacht Corona im November 2025?

Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-mag/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) überwacht die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in Deutschland. Laut dem jüngsten ARE-Bericht dominiert derzeit die Corona-Variante Stratus mit 64 Prozent aller nachgewiesenen Infektionen. Dahinter folgt Nimbus mit 27 Prozent. Zusammen verursachen beide Varianten den überwiegenden Teil des aktuellen Infektionsgeschehens. Trotz ihrer Verbreitung unterscheiden sich die Varianten nach derzeitigen Erkenntnissen nicht klar erkennbar in ihren Symptomen.

Welche Symptome treten aktuell auf?

Weder das RKI noch das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit weisen spezifische, neue Symptome für Stratus oder Nimbus aus. COVID-19 verursacht weiterhin das bekannte, breite Spektrum an Beschwerden:

  • Fieber
  • Husten
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Luftnot

Auch andere Organsysteme können betroffen sein, etwa:

  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall
  • Herz-Kreislauf-System
  • Nervensystem
  • Haut

Die Verläufe reichen – wie seit Beginn der Pandemie – von mild bis schwer, und Langzeitfolgen (Long COVID) sind weiterhin möglich.

Wie lange dauert eine Erkrankung?

Eine COVID-19-Erkrankung verläuft 2025 meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Viele Betroffene berichten über einen schnellen Beginn mit Halskratzen, Husten oder Fieber, gefolgt von einigen Tagen deutlicher Erschöpfung. Bei den meisten klingen die Beschwerden nach etwa sieben bis zehn Tagen ab, leichte Symptome wie Husten oder Müdigkeit können jedoch länger bestehen bleiben. Schwere Verläufe sind weiterhin möglich, insbesondere bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen. Bei einem Teil der Erkrankten halten Beschwerden länger an oder treten erneut auf – in diesen Fällen spricht man von Long COVID.

Wie lange ist man ansteckend?

Das Ansteckungsrisiko ist rund um den Beginn der Symptome am höchsten. Infizierte können das Virus bereits ein bis zwei Tage vor den ersten Beschwerden weitergeben. In den ersten fünf Tagen nach Symptombeginn ist die Viruslast in der Regel am größten, danach nimmt sie deutlich ab. Viele Menschen sind etwa eine Woche ansteckend, bei schweren Verläufen oder geschwächtem Immunsystem kann die infektiöse Phase länger dauern. Ein negativer Schnelltest schließt eine Ansteckungsfähigkeit nicht zuverlässig aus, insbesondere zu Beginn der Erkrankung.