Schneechaos Wintereinbruch: Diese Orte und Straßen sind betroffen

München/Ulm / dpa/lby/SWP 11.01.2019
Der Winter hat Einzug gehalten und das mit voller Wucht. Seit dem vergangenen Wochenende rieselt der Schnee – und das in rauen Mengen. Ein Überblick über die vergangenen Ereignisse:

+++ Nach Katastrophenfall in Berchtesgaden: Bundeswehr im Einsatz +++

Im Raum Berchtesgaden kämpfen die Helfer weiter gegen die Schneemassen. Die Straßen waren am Freitag großenteils freigeräumt - die Sorge galt danach den Dächern. Mehr als 450 Gebäude seien bedroht, bisher seien knapp 100 bereits von der Last befreit, berichteten die Einsatzbehörden am Freitag.

+++ Nächstes Unwetter am Sonntag? +++

Auf eine kurze Verschnaufpause an der Winterfront folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Massive Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald.

+++ Erneut nächtlicher Stau auf A8 +++

In der Nacht zu Freitag, 11. Januar, mussten Autofahrer wieder einige Stunden im Stau auf der A8 ausharren. Zahlreiche Menschen haben in der Nacht zu Freitag über mehrere Stunden hinweg bei starkem Schneefall in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim ausharren müssen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München kam der Verkehr wegen Schneeglätte und querstehender Lastwagen am Donnerstagabend komplett zum Erliegen. DRK und THW versorgten Autofahrer.

+++ Pendler mussten mehr Zeit einplanen +++

Hundert Meter in einer halben Stunde. Die Schneeflocken bleiben kleben, an Außenspiegel und Scheibenwischer. Im Laufe der Woche wurden auch weite Teile Baden-Württembergs mit Schnee bedeckt. Die Folge: gesperrte Steigen und schneeglatte Straßen. Eine Bilanz zum Schneechaos.

+++ Stau auf Autobahn A8 bei Ulm +++

Schneebedeckte Fahrbahnen sorgten für Unfälle, querstehende LKW und kilometerlangen Staus auf der Autobahn 8. Rettungsdienste versorgten zahlreiche Autofahrer, die die Nacht zum Donnerstag, 10. Januar im Stau verbrachten.

Rund 80 ehrenamtliche Helfer des DRK und ASB waren siebeneinhalb Stunden im Einsatz und versorgten die Reisenden.

+++ Diese Städte und Gemeinden sind betroffen +++

In vielen Teilen Bayerns sind die Schneemassen so gewaltig, dass sie starke Behinderungen im Alltag nach sich ziehen.

In vielen Gemeinden blieben die Schulen geschlossen, der Bahnverkehr fährt nicht oder nur eingeschränkt und Straßen wurden gesperrt.

Teilweise sind Ortschaften wegen des anhaltenden Schneefall gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. So auch Jachenau am Walchensee.

+++ Unterricht entfällt +++

Im Berchtesgadener Land, im Ostallgäu, in Teilen des Landkreises Deggendorf, den Kreisen Regen und Freyung-Grafenau sowie in manchen Gemeinden des Landkreises Passau sollen die Schüler demnach am Mittwoch (09. Januar 2019) zuhause bleiben. In den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und dem Unterallgäu sowie im schwäbischen Memmingen fällt der Unterricht bis Freitag (11. Januar 2019) aus. Hintergrund der Unterrichtsausfälle sind teils ergiebige Schneefälle, die für die kommenden Tage vorhergesagt sind.

+++ Katastrophenalarm +++

Die Schneemassen hatten die Räumdienste schon zum Beginn der Woche vor erhebliche Probleme gestellt. Im oberbayerischen Landkreis Miesbach besteht Katastrophenalarm.

In Oberfranken führte starker Schneefall am Mittwochmorgen zu mehreren Unfällen. In der Region Hof und im Fichtelgebirge kamen einem Polizeisprecher zufolge zahlreiche Autos und Lastwagen von den Straßen ab. Ein Mensch wurde dabei verletzt. Im nördlichen Oberbayern gab es mehrere Kleinunfälle, wie die Einsatzzentrale mitteilte.

+++ Öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigt +++

Bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) fielen wegen des winterlichen Wetters auf den Strecken südlich von München einige Verbindungen aus. Auch beim Busverkehr in der Landeshauptstadt sorgte der Schnee am Mittwochmorgen für Beeinträchtigungen. Fahrgäste mussten mit Verspätungen und Ausfällen auf allen Linien rechnen, wie die Verkehrsgesellschaft mitteilte. Unabhängig vom Schneefall legten in den Morgenstunden technische Störungen für mehr als eineinhalb Stunden den Zugverkehr zum Münchner Flughafen lahm. Fahrgäste mussten teilweise auf Taxis umsteigen. Nach Angaben der Bahn sollen am Mittwochmorgen mehrere Regionalzüge auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol ausfallen.

+++ Gefahr Schneebruch +++

Am Dienstag waren zahlreiche Lifte und Pisten in den bayerischen Skigebieten gesperrt. Auch dort war die Gefahr, die von dem schweren Schnee auf den Bäumen ausgeht, zu groß.

Das Forstministerium warnte vor Bäumen, die unter der Last des oftmals nassen Schnees jederzeit umkippen oder abbrechen können. Vor allem im Süden und Südosten Bayerns solle man sich möglichst nicht im Wald aufhalten und unter Bäumen generell vorsichtig sein, hieß es. Auch die Landstraße zwischen Westerheim und Wiesensteig wurde von der Straßenmeisterei Merklingen, wegen starkem Schneebruch, gesperrt.

Am Mittwochabend machte das Winterwetter auch in vielen Regionen in Baden-Württemberg vor allem Autofahrern zu schaffen. Wegen des starken Schneefalls kam es vor allem auf der Autobahn 8 und der Bundesstraße 10 zu langen Staus und stockendem Verkehr.

In den kommenden Tagen steige das Risiko noch einmal gravierend, dass selbst gesunde Bäume die Last nicht mehr tragen könnten. Mit einer Entspannung sei erst zu rechnen, wenn der Schnee von den Ästen abgetaut sei.

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