Messenger WhatsApp: Die neuen Funktionen des Messengers – und seine Alternativen

Die Updates des Messengers WhatsApp bringen viele Neuerungen mit sich.
Die Updates des Messengers WhatsApp bringen viele Neuerungen mit sich. © Foto: Silas Stein/dpa
Ulm / Samira Roll 07.11.2018

Lange wurde über die neuen Updates des Messengers WhatsApp spekuliert. Jetzt ist es offiziell: Es wird Neuerungen geben - gute und schlechte.

Die gute Nachricht zuerst: WhatsApp implementiert einen „Vacation Mode“, „Dark Mode“ und ein Feature, das Ordnung in deine Gruppenchats bringen wird.

Die schlechte: Die Tage des werbefreien WhatsApps sind gezählt. Von 2019 an wird es im Status-Bereich Werbung geben.

Das sind die WhatsApp-Updates

Einmal nicht aufs Handy geschaut und schon sind im Gruppenchat dutzende Nachrichten. WhatsApp versucht jetzt, mit dem Update „Response privately“ Ordnung in die Chats zu bringen. Nutzern ist es bald möglich eine Nachricht auszuwählen und dann mit dem Button „Privat antworten“ direkt in einem eigenen Chat mit dem Sender zu chatten. Laut „WABetaInfo“ ist diese Funktion noch in der Testphase und nur für Android verfügbar.

Auszeit mit dem „Vacation mode“

Eine Auszeit von WhatsApp-Nachrichten? Kein Problem: Mit dem „Vacation Mode“ habt ihr erst mal Ruhe von nervigen Nachrichten. Sobald der Urlaubsmodus aktiviert ist, werden keine Benachrichtigungen mehr auf dem Bildschirm oder in der Chat-Liste angezeigt.

Wer seine Augen schonen und dabei Akku sparen möchte, kann sich auf das Update „Dark Mode“ freuen. Dabei wechselt das Display in eine dunklere Darstellung. In diesem Modus wird deutlich weniger Strom verbraucht und im Dunklen die Augen geschont.

Weniger erfreulich ist jedoch die Nachricht, dass WhatsApp bald Werbeanzeigen im Statusbereich schalten wird. Somit wird neben den Bildern und Videos deiner Kontakte nach einer bestimmen Anzahl an Statusmeldungen immer wieder Werbung zwischengeschaltet. Unter anderem berichtete Chip von einem Datenschutzproblem. Um die passenden Werbeanzeigen für die User zu generieren, soll die bisherige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufgeweicht werden. Wenn ihr nun im privaten Chat über den Wunsch ein neues Fahrrad zu kaufen plaudert, soll WhatsApp diverse Angebote für Fahrräder in den Statusbereich einbauen. WhatsApp hat sich allerdings dazu noch nicht öffentlich geäußert.

Es muss nicht immer WhatsApp sein

Für die meisten User ist der Messenger unersetzbar und nicht mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken. Doch mit den neuen Änderungen ist mit Einbrüchen bei den Nutzerzahlen zu rechnen.

Wir stellen euch schon mal die besten Alternativen zu WhatsApp vor.

Telegram: Eine der beliebtesten Alternativen zu WhatsApp ist Telegram. Der Messenger ist für iOS, Android und Windows kostenlos im PlayStore verfügbar. Mit der Funktion „Geheimen Chat“ könnt ihr eure Nachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützen. Die App steht bei Verbraucherschützern jedoch unter Kritik, da der Sitz des Unternehmens und der Server unklar sind.

Threema: Zuerst werden viele User vor dieser WhatsApp-Alternative zurückschrecken, denn die App kostet Geld - für Android-User 2,99 Euro und für das iPhone 3,49 Euro. Wer das Geld jedoch einmalig investiert profitiert von Sicherheit. Durch den kleinen Beitrag finanziert sich das Unternehmen gänzlich ohne Werbung oder Verkauf der Daten. Das heißt Threema verspricht eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Einzel- und Gruppenchats. Im Gegensatz zu WhatsApp müsst ihr auch nicht eure Handynummer angeben, sondern erhaltet beim erstmaligen herunterladen eine zufällige Threema-ID.

Wire: Die App Wire ist kostenlos. Jedoch müsst ihr auch hier eure Handynummer angeben. Eure Nachrichten werden, anders als bei vielen Messengern, nur lokal auf dem benutzten Gerät gespeichert und nicht in einer Cloud. Zu den Funktionen zählen das Teilen von Bildern und Sprachnachrichten aus Portalen wie Soundcloud, Spotify und Youtube. Die App ist auch gut für den geschäftlichen Gebraucht ausgelegt, da ihr hier Telefonkonferenzen schalten oder eine Bildschirmübertragung einrichten könnt.

Signal: Der Messenger Signal bietet euch neben den klassischen Chat-Funktionen auch Videotelefonie an. Zudem gewährleistet euch die App eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eurer Chats. Die Nachrichten werden auch bei dieser App nur lokal auf eurem benutzten Gerät gespeichert. Unter Sicherheitsexperten ist Signal der Favorit. Auch Edward Snowden empfiehlt diese App. Grund dafür ist, dass der Quellcode komplett offen liegt und somit komplett überprüfbar ist.

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