Wetter in Deutschland
: Hier kann es heute schneien

In einigen Regionen Deutschlands kann es im Tagesverlauf schneien. Hier könnte es weiß werden.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Schnee im Voralpenland

Ein Vorgeschmack auf den Winter.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Deutschland steht an diesem Montag unter dem Einfluss polarer Kaltluft. Eine Kaltfront, die von einem Tief über Nordosteuropa gesteuert wird, ist bis zu den Alpen vorangekommen und sorgt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) landesweit für unbeständiges Wetter mit Regen, Graupel, kräftigem Wind und zunehmend auch Schnee. Vor allem in höheren Lagen wird es winterlich, lokal kann es aber schon ab 400 Metern weiß werden.

Alpenregion: Viel Neuschnee möglich

Die kräftigsten Schneefälle werden an den Alpen erwartet. Die Schneefallgrenze sinkt im Tagesverlauf auf rund 600 Meter, in intensiven Niederschlägen auch darunter. In vielen Tallagen stellt sich damit Schneefall ein. In den Hochlagen rechnen die Meteorologen mit bis zu 10 Zentimetern, in Staulagen zwischen Hochallgäu und Mangfallgebirge sind sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee möglich. Auch im südlichen Alpenvorland können oberhalb von etwa 600 Metern 1 bis 5 Zentimeter zusammenkommen.

Mittelgebirge: Glätte und erste Schneedecken

Auch in den Mittelgebirgen setzt im Laufe des Tages zunehmend Schnee ein.

  • Im Erzgebirge werden oberhalb von 800 Metern bis zum Abend rund 5 Zentimeter erwartet. In den westlichen und zentralen Mittelgebirgen kann es ab 600 Metern schneien, oft bleibt es zunächst bei Matsch oder nassen Straßen.
  • In Baden-Württemberg schneit es oberhalb von 800 Metern leicht, 1 bis 5 Zentimeter sind möglich.
  • In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zeigt sich ein ähnliches Bild: Ab 500 bis 600 Metern fällt zeitweise Schnee, in den höchsten Gipfellagen sind geringe Mengen um 1 bis 3 Zentimeter denkbar.

Unbeständiges Wetter im Norden und Westen

Während der Süden unter dichten Wolken und anhaltenden Niederschlägen liegt, präsentiert sich der Norden wechselhafter. Zwischen einzelnen Schauern sind am Nachmittag Auflockerungen möglich. An der Nordsee bleibt es jedoch stürmisch. Auf den Inseln sowie exponierten Küstenabschnitten treten Sturmböen der Stärke 9 auf, später etwas nachlassend. Kurzlebige Gewitter mit Graupel sind am Vormittag nicht ausgeschlossen.

Glättegefahr und Frost in der Nacht

Mit dem Einfließen der kalten Luft setzt sich in der Nacht zum Dienstag verbreitet Frost durch. Die Temperaturen sinken im Süden und in den Mittelgebirgen auf -1 bis -6 Grad, im übrigen Land örtlich auf leichte Minuswerte. Damit steigt die Gefahr von Glätte deutlich an – durch überfrierende Nässe oder Schnee, der am Abend noch gefallen ist.