Weltkatzentag 2024
: Datum, Herkunft & Co. - Alle Infos zum internationalen Tag der Katzen

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands. Einmal im Jahr, am internationalen Katzentag, werden sie gefeiert. Alle Infos dazu findet ihr hier.
Von
Lea Lange
Berlin
Jetzt in der App anhören
Einmal im Jahr feiert die ganze Welt die Katzen. Wir haben alle Informationen dazu in diesem Artikel zusammengefasst.

Einmal im Jahr feiert die ganze Welt die Katzen. Wir haben alle Informationen dazu in diesem Artikel zusammengefasst.

Bernd Von Jutrczenka/dpa

Laut Statista gehören die Katzen im Jahr 2023 mit Abstand zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands. Rund 15,7 Millionen Katzen hätten ein Zuhause. Der Weltkatzentag wird, vor allem von Katzenliebhabern, jedes Jahr am 8. August gefeiert. Wir haben alle Information für euch in diesem Artikel festgehalten:

Wann ist der Weltkatzentag?

Der internationale Tag der Katze, auch Tag der Katze, internationaler Katzentag oder eben Weltkatzentag genannt, ist am 08.08. In diesem Jahr fällt der Tag also auf Donnerstag, den 8. August 2024. Der Weltkatzentag ist immer am 8. August. Im nächsten Jahr, also 2025, fällt er auf einen Freitag.

Warum gibt es den internationalen Tag der Katze?

Den Weltkatzentag gibt es seit dem Jahr 2002. Wer den Aktionstag überhaupt ins Leben gerufen hat, ist nicht ganz klar. Allerdings wird die Tierschutzorganisation „International Fund for Animal Welfare“ als Initiator aufgeführt.

Am Tag der Katze feiern Katzenbesitzer das Zusammenleben mit ihren Haustieren. Die Bedeutung geht aber auch noch weiter: Tierschutzorganisationen rufen an diesem Tag in Erinnerung, welche Verantwortung mit der Katzenhaltung einhergeht. Außerdem wird an diesem 08.08. oft auf Missstände in der Katzenhaltung hingewiesen, auf Tierschutz und Zucht. Andere Tier– und Umweltschutzorganisationen gehen an diesem Tag nicht nur auf Katzen als Haustiere ein, sondern nehmen den Tag zum Anlass, auf bedrohte Wild– und Großkatzen aufmerksam zu machen.

Welche Wildkatzen und Großkatzen sind bedroht?

Entweder zerstören Menschen ihren Lebensraum, sie werden gejagt oder die Beute wird weniger: Viele Raubkatzen und Wildkatzen sind bedroht. Ein paar Beispiele, welche dazu gehören:

  • Tiger
  • Schneeleoparden
  • Rostkatzen
  • Afrikanische Goldkatze
  • Fischkatze
  • Bergkatze

Katzen kastrieren zum Schutz von Wildkatzen

„Katzen schenken ihren Menschen Freude und Gesellschaft und machen sich auf Höfen als Mäusejäger nützlich. Doch Katzenhalter:innen tragen auch Verantwortung für ihre Katzen„. Das sagt Susanne Steib, Wildkatzenexpertin vom BUND Landesverband Hessen. „Katzen mit Freigang machen gerne Jagd auf Vögel, Eidechsen und andere Kleintiere. Und unkastrierte Freigänger tragen zur Vermehrung von verwilderten Streunerkatzen bei.“ Auch in Deutschland gibt es viele verwilderte Hauskatzen, Schätzungen gehen von 2 Millionen Streunern aus.

Streunerkatzen sind oft krank und unterernährt und vermehren sich rasant. Abgesehen von diesem Katzenelend erbeuten sie viel öfter Vögel und andere Tiere, weil sie nicht gefüttert werden. Und sie stellen noch aus einem anderen Grund ein Problem dar: Sie können eine Bedrohung für die geschützte Europäische Wildkatze darstellen. „Verwilderte Hauskatzen können sich mit Europäischen Wildkatzen verpaaren. Daraus entstehen sogenannte Hybride, die eine Gefährdung für die Wildkatzenbestände sein können“, so Steib weiter. Genetische Untersuchungen zeigen, dass die Wildkatzen in großen Waldgebieten wie in der Eifel, im hessischen Bergland oder Hainich noch echte Wildkatzen sind. Doch beispielsweise in einigen Gebieten Baden–Württembergs wurden in den letzten Jahren besorgniserregend viele Hybridkatzen nachgewiesen. Schottland ist laut BUND ein Extrembeispiel, weil es dort mittlerweile praktisch nur noch Hybride und gar keine echten Wildkatzen mehr gibt.

Zum Schutz der Wildkatze und zur Vorbeugung gegen die unkontrollierte Ausbreitung von Streunern ist das Kastrieren und Sterilisieren unerlässlich.

Wann ist der Tag der schwarzen Katze?

Schwarze Katzen haben bekanntlich einen schlechten Ruf. In Europa galten sie jahrhundertelang als Komplizen des Teufels und wurden sogar verfolgt. Für Menschen, die abergläubisch sind, bringen schwarze Katzen Unglück. Dieser Glaube schlägt sich auch heute noch nieder: Schwarze Katzen warten in Tierheimen länger auf ein neues Zuhause als andere Katzen. Um die Katzen mit schwarzem Fell in ein besseres Licht zu rücken, gibt es den „Black Cat Appreciation Day“ am 17. August. An diesem Tag sollen die schwarzen Fellknäuele besondere Wertschätzung erfahren. In Großbritannien gibt es für schwarze Katzen sogar noch einen weiteren Tag. Am 27. Oktober feiern Briten den „National Black Cat Day“.

Weltkatzentag - Welche Katze ist die teuerste?

Rassekatzen sind in der Anschaffung oft nicht günstig. Wer eine besondere Rasse will, zahlt dafür ordentlich. Laut der Internetseite "Ein Herz für Tiere" ist die teuerste Rassekatze die Savannah–Katze. Wer eine möchte, muss allein für die Katze bis zu 15.000 Euro zahlen.

Rassekatzen sind oft Qualzuchten - Was bedeutet das?

Rassekatzen kommen aber oft mit besonderen Bedürfnissen. Aus diesem Grund landen diese Tiere oft im Tierheim — weil die Besitzer mit den Anforderungen überfordert sind.

Es gibt zudem viele Rassen, die wegen Überzüchtung an Krankheiten leiden. Diese Tiere nennt man Qualzuchten — denn die Art und Weise, wie sie gezüchtet wurden, gibt ihnen ein qualvolles Leben. Unter anderem folgende Rassekatzen haben laut der Webseite „Ein Herz für Tiere„ oft schwere Krankheiten bedingt durch ihre Züchtungen:

  • Scottish Fold
  • Stupsnase (Pekeface)
  • Dackelkatze
  • Nacktkatze
  • Manx
  • Cymric
  • Japanese Bobtail

Natürlich sind nicht alle diese Tiere krank. Aber die Wahrscheinlichkeit ist bei ihnen besonders hoch. Bevor man also viel Geld in ein Tier investiert, das am Ende ein unglückliches Leben führen muss, lohnt sich der Blick ins Tierheim.

Quellen: