Die Weltbevölkerung ist heute, am Dienstag, den 15. November 2022 auf über acht Milliarden gestiegen. Das belegen Zahlen der Vereinten Nationen. Demnach steigt die Bevölkerung auf der Erde pro Sekunde um 2,5 Menschen – es kommen also zwei Menschen hinzu, obwohl natürlich jeden Tag Menschen sterben.
UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem "Meilenstein" - die Geburt des achtmilliardsten Menschen sei ein Anlass, um "Vielfalt und Fortschritt zu feiern und gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung der Menschheit für den Planeten zu bedenken". Denn ein Ende des stetigen Wachstums ist nicht in Sicht. Wichtige Daten und Fakten:

Weltbevölkerung seit 1950: Verlangsamtes Bevölkerungswachstum

Seit 1950 hat sich die Anzahl der Menschen auf der Welt mehr als verdreifacht. Nach einer Spitze Anfang der 60er Jahre hat sich das Bevölkerungswachstum nach den Worten von Rachel Snow vom UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) inzwischen deutlich verlangsamt. Wuchs die Weltbevölkerung zwischen 1962 und 1965 noch um jährlich 2,1 Prozent an, fiel das Wachstum im Jahr 2000 auf unter ein Prozent. Wegen der sinkende Geburtenrate könnte die Wachstumsquote nach UN-Schätzungen bis 2050 auf etwa 0,5 Prozent fallen.
Unter Einberechnung der steigenden Lebenserwartung und der Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter prognostiziert die UNO ein Wachstum auf 8,5 Milliarden im Jahr 2030, 9,7 Milliarden 2050 und einen Höhepunkt von rund 10,4 Milliarden um das Jahr 2080 herum. Andere Experten errechnen abweichende Zahlen.

Acht Milliarden Menschen: Nicht nur Geburtenrate entscheiden

Entscheidend beim Erreichen der acht Milliarden war natürlich nicht nur die Geburtenrate. Diese hat sich auf der Welt nämlich verlangsamt. Viel wichtiger ist die verlängerte Lebenserwartung in allen Regionen der Welt: Viel weniger Menschen sterben im Kindesalter, viel mehr Menschen leben noch bis in ein hohes Alter.