Weiße Weihnachten in Deutschland: Gibt es Schnee an den Feiertagen?

Bekommen wir dieses Jahr weiße Weihnachten?
Patrick Pleul/dpaSpätestens Mitte Dezember taucht jedes Jahr dieselbe Frage auf: Wird es an Weihnachten weiß? Je näher das Fest rückt, desto verlässlicher werden die Wetterprognosen. Noch sind sie mit Unsicherheiten behaftet, ein grober Trend ist jedoch bereits erkennbar.
Wird es weiße Weihnachten geben?
Der Deutsche Wetterdienst rechnet in seiner aktuellen Zehn-Tage-Vorhersage für den 24. Dezember mit leicht wechselhaftem Wetter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen mäßig kalt und mild. Hinweise auf flächendeckenden Schneefall gibt es bislang nicht. In vielen Regionen dürfte es dafür schlicht zu warm sein.
Auch die Prognosen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage sprechen gegen weiße Weihnachten. Demnach ist bis zu den Feiertagen allenfalls in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg mit geringem Niederschlag zu rechnen. Diese Vorhersage bezieht sich jedoch auf den gesamten Zeitraum bis Weihnachten. Selbst wenn Schneefall auftritt, bedeutet das nicht automatisch, dass er liegen bleibt. Dafür müssten sowohl Luft- als auch Bodentemperaturen ausreichend niedrig sein.
Aktuell deuten die Modelle darauf hin, dass die Temperaturen in den meisten Regionen Deutschlands über dem Gefrierpunkt liegen werden. Minusgrade sind vor allem in höheren Lagen möglich. Entsprechend zeigt auch die Schneedecken-Prognose kaum Chancen auf ein weißes Weihnachtsfest. Lediglich in den Hochlagen von Bayern und Baden-Württemberg könnte regional Schnee liegen. Ein flächendeckend weißes Weihnachten, wie es zuletzt 2010 zu beobachten war, gilt damit als sehr unwahrscheinlich.
Wie weit im Voraus kann man das Wetter vorhersagen?
Wetterprognosen sind umso zuverlässiger, je näher der Zeitpunkt rückt. Eine Fünf-Tage-Vorhersage liegt heute in rund 90 Prozent der Fälle richtig, bei sieben Tagen sind es etwa 80 Prozent. Prognosen mit einem Zeithorizont von zehn Tagen oder mehr treffen statistisch nur noch etwa zur Hälfte zu. Der Grund: Wettermodelle arbeiten mit riesigen Datenmengen aus Satelliten, Messstationen und Wetterballons, müssen aber zwangsläufig Annahmen über die weitere Entwicklung der Atmosphäre treffen. Da sich diese ständig verändert, wachsen die Unsicherheiten mit jedem zusätzlichen Tag. Aussagen über weiße Weihnachten sind deshalb erst kurz vor den Feiertagen wirklich belastbar
