Weihnachtsferien 2025
: Für diese Urlaubsländer gibt es Warnungen vom Auswärtigen Amt

Reisewarnungen und Sicherheitshinweise zu Weihnachten 2025: In diesen Urlaubsländern rät das Auswärtige Amt aktuell zu besonderer Vorsicht. Jetzt informieren.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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Passagiere gehen zu dem Check-In im Flughafen Köln/Bonn. Am ersten Tag der Weihnachtsferien erwarten Experten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. (zu dpa: «Lange Schlangen nach Technikausfall an deutschen Flughäfen») +++ dpa-Bildfunk +++

Reisewarnungen für die Weihnachtsferien 2025.

Roberto Pfeil/dpa

Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür, die Koffer werden gepackt und alle freuen sich auf den Urlaub. Für diese beliebten Reiseländer während der Weihnachtszeit veröffentlicht das Auswärtige Amt auf seiner Webseite Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt - und in einem Fall sogar eine Reisewarnung.

Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt für die Weihnachtsferien

Folgende Reise- und Sicherheitshinweise gibt das Auswärtige Amt für die typischen Reiseziele in den Weihnachtsferien (Stand: 18.12.2025).

Weihnachtsferien in Griechenland: Sicherheitshinweise

Landesweit kommt es zu Straßenblockaden durch Proteste von Landwirten. Diese können Autobahnen, Verkehrsknotenpunkte und auch Grenzübergänge kurzfristig beeinträchtigen. Auch Flughäfen oder Häfen können betroffen sein. Reisende sollten sich laufend über lokale Medien informieren und mögliche Blockadepunkte meiden. Grundsätzlich gelten übliche Hinweise zu Einreisebestimmungen, Zoll und Gesundheit.

Reisehinweise für England

Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte keine Visumspflicht bis 180 Tage, aber seit April 2025 eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) zusätzlich zum Reisepass. Der Personalausweis reicht nicht mehr als Reisedokument. Gibraltar bildet eine Ausnahme davon. Es gibt Hinweise zur Terrorismuslage (Substantial-Warnstufe). Es wird zur Vorsicht bei Menschenmengen und in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgerufen. Auf Wertsachen soll Acht gegeben werden. Außerdem besteht aktuell ein Einfuhrverbot für Fleisch und Milchprodukte aus der EU für den persönlichen Gebrauch.

Hinweise vom Auswärtigen Amt zu Spanien

Für Spanien gibt es keine Reisewarnung, aber Sicherheitshinweise. Nach terroristischen Anschlägen in der Vergangenheit gilt weiterhin eine hohe Terrorwarnstufe landesweit. Reisende sollen an belebten Orten besonders aufmerksam sein. Taschendiebstahl und Kleinkriminalität kommen in Städten, wie Barcelona, an Verkehrsknotenpunkten und touristischen Zielen vor. Übliche Vorbereitungshinweise zu Einreise, Zoll und Gesundheit gelten weiterhin.

Sicherheitsweise für den Urlaub in Italien

Für Italien gibt das Auswärtige Amt Hinweise zur Terrorgefahr. Auch in Italien gibt die Gefahr von Anschlägen an belebten Orten. Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt. Das ist aber kein Reisewarnungsniveau. Man sollte aber allgemeine Vorsicht in Menschenmengen walten lassen. Weitere Informationen gibt es zu Einreisebestimmungen, Zoll und Gesundheit.

Weihnachtsferien in Österreich - Warnungen an Deutsche

Es gibt keine Reisewarnung, aber Hinweise zu der erhöhten Terrorwarnstufe. Österreich hat eine erhöhte Terrorwarnstufe (4 von 5). Kleinkriminalität, wie Taschendiebstähle, kommen an stark frequentierten Orten vor. Binnengrenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze sorgen für Wartezeiten an der Grenze. Ergänzend gelten übliche Hinweise zu Einreise und Zoll sowie Gesundheitsschutz.

Vom 1. November bis zum 15. April müssen Fahrzeuge, die in Österreich fahren, bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen oder Schneeketten ausgerüstet sein. Das deutsche Auswärtige Amt warnt Deutsche, dass es im Winter in Österreich in den Bergen immer wieder zu Lawinenabgängen und Sperrungen von Gebieten, besonders von Tälern kommt. Dazu kommt die Gefahr von Berg- und Felsstürzen oder Gerölllawinen. Skifahrer, Skilangläufer, Snowboarder und alle, die Wintersport in Österreich betreiben wollen, werden dazu aufgefordert, zu jeder Zeit auf ausgewiesenen Pisten und Loipen unterwegs zu sein. Verbote, Hinweisschilder, Warnung sowie Anweisungen der österreichischen Behörden müssen stets beachtet werden. Deutsche in Österreich werden vom Auswärtigen Amt gebeten, sich über die örtlichen Gegebenheiten zu informieren, um mit der passenden Kleidung und Ausrüstung aufzubrechen und Wetterumschwünge richtig einschätzen zu können.

Reisehinweise für Deutsche in Frankreich

An den Grenzen zu Frankreich werden regelmäßig Sicherheitskontrollen durchgeführt, was zu Verzögerungen führen kann. Außerdem sollten Reisende stets gültige Reisedokumente mitführen, Demonstrationen und Menschenmengen meiden sowie sich über lokale Sicherheitslagen informieren. Hinweise zu Einreise, Gesundheit und lokalen Risiken gelten weiterhin.

Das Auswärtige Amt warnt zusätzlich vor Mautbetrug. Derzeit häufen sich Meldungen über Betrugsversuche, bei denen Reisende per SMS oder E-Mail zur Begleichung angeblicher Mautgebühren auf französischen Autobahnen, insbesondere auf den Strecken A13 und A14, aufgefordert werden. Diese Nachrichten wirken auf den ersten Blick offiziell, stammen jedoch von Betrügern, die versuchen, an Zahlungsdaten zu gelangen. Legitime Zahlungsaufforderungen erfolgen ausschließlich über registrierte Anbieter oder direkt bei der Durchfahrt einer Mautstation.

Hinweise für Dänemark

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts direkt für Dänemark sind nicht mit gesonderten Risiken gelistet, da Dänemark als stabil und sicher gilt. Allgemeine Hinweise zur Einreise, Gesundheit und Kriminalprävention im Ausland sind auf der Seite des Auswärtigen Amts erhältlich.

Schweiz: Hinweise vom Auswärtigen Amt

Auch für die Schweiz gibt es keine Reisewarnungen. Die Hinweise umfassen allgemeine Sicherheitshinweise zur Einreise, Gesundheitsschutz und Standardkriminalität. Reisende sollten die üblichen Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise zum Zoll und Einreise beachten.

Neues Gesetz in Tschechien: Hinweise für die Weihnachtsferien

Seit dem 1. Dezember 2025 gilt in der Tschechischen Republik ein neues Gesetz zur Regulierung von Pyrotechnik. Demnach ist der Verkauf von Pyrotechnik auf Märkten oder außerhalb fester Verkaufsstellen nicht mehr erlaubt. Das Abbrennen von Pyrotechnik ab Kategorie F2 (Kleinfeuerwerk) ist in der Nähe von Krankenhäusern, Seniorenheimen, Zoos, Tierheimen und ähnlichen Einrichtungen untersagt. Zusätzlich wurden landesweit Verbotszonen festgelegt, in denen beim Einsatz von Pyrotechnik ab Kategorie F2 ein Mindestabstand von 250 Metern einzuhalten ist. Gemeinden können weitere Verbotszonen bestimmen. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 100.000 Tschechische Kronen (circa 4100 Euro). Pyrotechnik höherer Kategorien darf nur von zertifizierten Pyrotechnikern verwendet werden, ansonsten können Strafen von bis zu 20.000 Euro verhängt werden. Das Auswärtige Amt veröffentlicht die allgemeinen Hinweise zur Einreise und Sicherheit in Tschechien auf seiner Webseite.

Reisehinweise zu Polen

Polen führt Binnengrenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze durch, was zu Wartezeiten im grenzüberschreitenden Verkehr führen kann. Seit April 2025 gilt ein Fotografierverbot für militärisch und strategisch wichtiger Einrichtungen. Verstöße können zu Strafen und Beschlagnahmung von Geräten führen. Ansonsten gelten die allgemeinen Hinweise zur Einreise, Gesundheit und Sicherheit.

Weihnachtsurlaub in Ägypten: Sicherheitshinweise

Es besteht eine Teilreisewarnung für Ägypten, insbesondere für den Norden der Sinai-Halbinsel, das Grenzgebiet zu Israel (außer Taba) und entlegene Sahara-Regionen. Dort wird von nicht notwendigen Reisen und Überlandfahrten abgeraten. Das Risiko terroristischer Anschläge besteht landesweit, auch wenn die Lage insgesamt als stabil gilt. Es gibt Hinweise zu Einreisebestimmungen, Gesundheit, Impfschutz und rechtlichen Besonderheiten auf der Seite des Auswärtigen Amts.

Reisewarnung für die Türkei

Für Teile des südöstlichen und östlichen Grenzgebiets zur Syrien- und Irak-Region wird von nicht notwendigen Reisen abgeraten. Allgemeine Hinweise zu Sicherheit, Einreise und Gesundheit gelten weiterhin. Zusätzlich warnt das Auswärtige Amt konkret vor Risiken durch Methanol in gepanschten Alkoholprodukten an einigen Orten, wie Istanbul oder Ankara. Reisende sollten auf sichere Produkte achten und keine alkoholischen Getränke außerhalb kontrollierter Verkaufsstellen konsumieren.