Weihnachten 2025: Erster Weihnachtsmarkt verbietet Bargeld - so reagiert das Netz

Zwei Frauen stoßen mit Glühwein gefüllten Bechern auf dem Weihnachtsmarkt an. Auf einem Schweizer Markt wird man das Getränk 2025 nur mit Karte kaufen können.
Christoph Schmidt/dpaIn der Schweiz setzt ein großer Weihnachtsmarkt erstmals komplett auf digitales Bezahlen, und nicht nur das: Bei Verstößen droht eine Strafe von 500 Franken, also rund 540 Euro. Das trifft auf heftige Kritik.
Polarzauber-Weihnachtsmarkt in Zürich nur noch „cashless“
Besucherinnen und Besucher können auf dem Polarzauber-Weihnachtsmarkt am Züricher Hauptbahnhof (startet am 20. November 2025) ab diesem Jahr nur noch per Karte oder Handy bezahlen. Der Veranstalter bewirbt seinen Markt als „den größten Indoor-Weihnachtsmarkt der Schweiz“ und verzichtet laut einem Bericht der Zeitung Blick bewusst auf Bargeld.
Nimmt ein Stand dennoch Münzen oder Scheine an, riskiert der Betreibende nicht nur die Geldbuße. Der Veranstalter kann in so einem Fall den gesamten Stand vom Markt ausschließen. Einige Händler kritisieren das Vorgehen, weil sie Umsatzeinbußen fürchten, wenn spontane Barzahlungen wegfallen.
Auch andere Schweizer Weihnachtsmärkte verbannen Bargeld
Das Konzept ist in der Schweiz nicht neu. Auch Märkte in Bern, Luzern und weitere Standorte in Zürich arbeiten ausschließlich mit elektronischen Zahlverfahren. Die Betreiber nennen zwei Gründe. Erstens erhöhe digitales Bezahlen die Sicherheit, weil keine größeren Bargeldbeträge mehr auf dem Markt unterwegs sind. Zweitens lässt sich der Umsatz der Stände sehr viel präziser erfassen. Das ist insbesondere für den Marktbetreiber selbst wichtig, da der an den Einnahmen beteiligt ist, die die Stände erwirtschaften. So soll vermutlich verhindert werden, dass dem Betreiber Einnahmen entgehen, zum Beispiel, indem falsch abgerechnet wird.
Reaktionen im Netz eindeutig
Seit Bekanntgabe der Cashless-Regel regt sich Kritik im Netz. Aktuell (Freitag, 14.11.2025 um 13:20 Uhr) hat der Polarzauber-Weihnachtsmarkt bislang nur 1-Stern-Rezensionen auf Google. „Wollen kein Bargeld. Als Schweizer ein No Go! Bitte Markt meiden!„ heißt es da oder „Wer kein Bargeld akzeptiert, soll mein Geld nicht bekommen! Diesen Zwang hin zum cashless lassen wir uns nicht bieten, es gibt scho genug Zwänge im Alltag!“ Auch auf Facebook fallen die Kommentare unter den Beiträgen des Marktes ähnlich negativ aus: „Ich wünsche euch von Herzen ganz schlechte bargeldlose Umsätze“ schreibt ein User. Eine weitere Nutzerin macht ihrem Ärger Luft und schreibt: „Bargeld ist ein offizielles Zahlungsmittel in der Schweiz! Meine Tochter geht mit ihrem Taschengeld einkaufen. Zum Glück gibt es noch andere Märkte, wir werden diesen also meiden.“
