Mit dem „Black Friday“ hat die Zeit der Weihnachtseinkäufe offiziell begonnen - zumindest für eine knappe Mehrheit der Deutschen.

Aus einer Studie des Unternehmensnetzwerks Ernst & Young, an der 1000 Deutsche teilnahmen, geht hervor, dass immerhin 41 Prozent bereits im Oktober oder November die Weihnachtsgeschenke besorgen. 37 Prozent legen drei bis vier Wochen vor Weihnachten los und nur 22 Prozent heben sich die Besorgungen bis ein oder zwei Wochen vor Weihnachten auf. Die durchschnittlichen Ausgaben der Frauen liegen dabei bei 279 Euro, die der Männer geben mit 285 Euro ein wenig mehr aus.

Aber was ist denn nun das beste Weihnachtsgeschenk? Einer Umfrage von Statista zufolge planen 56 Prozent der Deutschen, Gutscheine oder Bargeld zu Weihnachten zu verschenken. 47 Prozent bevorzugen Lebensmittel oder Süßigkeiten und Bücher belegen mit 43 Prozent den dritten Platz.

Nachhaltigkeit statt Einmal-Produkte

In Zeiten von Greta Thunberg und Klimakrise jedoch kommen bei vielen nachhaltige Geschenke gut an - ein paar Ideen dazu stellen wir euch vor.

Eine nachhaltige Alternative für alle, die noch gerne von Hand schreiben, ist das Notizbuch „Rocketbook“. Dabei handelt es sich um ein wiederverwendbares, digitales Notizbuch. Die Seiten werden mit einem sogenannten „Pilot Frixion Stift“ beschrieben, die Schrift kann mit einem mitgelieferten Mikrofasertuch wieder entfernt werden. Gleichzeitig können die Notizen über eine dazugehörige App gescannt und digital gespeichert werden.

Schmuck aus recyceltem Müll

Ein wenig bekannter und für Schmuckfans geeignet sind die handgemachten Armbänder der Umweltorganisation 4Ocean, die sich der Säuberung der Meere verschrieben hat. Das Band besteht aus recyceltem Plastik, die Perlen aus recyceltem Glas. Für jedes verkaufte Armband wird laut Organisation etwa ein halbes Kilo Müll aus dem Meer gesammelt. 4Ocean verkauft auch Kaffeebecher, Trinkflaschen, T-Shirts und Einkaufstaschen - alles wiederverwendbar und nachhaltig hergestellt.

Selbstgemacht hält besser: Bienenwachstücher

Wenn ihr eure Geschenke lieber selber macht, ist ein Bienenwachstuch eine schöne Idee. Dieses Tuch dient als Ersatz für Frischhalte- und Alufolie. Dafür braucht ihr lediglich Bienenwachspastillen in Bio-Qualität, - am besten von einem lokalen Imker - ein Stofftuch in der Farbe eurer Wahl und ein wenig Sonnenblumenöl. Zunächst tropft ihr das Öl in regelmäßigen Abständen auf das ausgebreitete Tuch und bedeckt es dann mit den Bienenwachspastillen. Anschließend könnt ihr es bei 70 bis 80 Grad für 10 Minuten in den Ofen legen, bis das Wachs geschmolzen ist. Danach mit einem Pinsel gleichmäßig verteilen und zum Trocknen an einen kühlen Platz legen.

Eine zweite Variante ist das Bügeln. Dafür legt ihr das mit den Bienenwachspastillen belegte Tuch zwischen zwei Backpapiere und bügelt ein paar Mal darüber. Danach legt ihr das Tuch zum Trocknen aus. Ihr könnt die beiden Methoden auch miteinander kombinieren. Sollten am Ende unregelmäßige Wachsklumpen auf dem Tuch sein, einfach mit einem Küchenpapier abdecken und kurz darüberbügeln. So saugt das Küchentuch das überschüssige Wachs auf.

Zeit zusammen verbringen

Auf der Internetseite www.zeit-statt-zeug.de könnt ihr ausgefallene Geschenkgutscheine für eure Liebsten finden. Der Gedanke dahinter: Die Webseite bietet (kostenlos) Ideen für Geschenke, die nicht zu kaufen sind, und stellt sie in den Gegensatz zu einem materiellen Geschenk. „Waldluft statt Parfüm“, „Pilze sammeln statt Pralinen“ oder „Blumen pflanzen statt Blumenstrauß“ - wenn euch eine der Gutscheinideen zusagt, könnt ihr sie mit einer persönlichen Botschaft versehen und per E-Mail zu einem festgesetzten Zeitpunkt an den Empfänger senden lassen.

Freie Wildbahn oder Gnadenhof - Tierpatenschaft

Eine besondere Idee für Tierfreunde ist eine Tierpatenschaft, die mehrere Naturschutzorganisationen wie etwa der WWF anbieten. Man kann sich ein bestimmtes Tier aussuchen und unterstützt mit einem monatlichen Beitrag das Projekt zum Schutz der jeweiligen Tierart.

Auch Peta informiert über die verschiedenen Möglichkeiten, eine Tierpatenschaft zu übernehmen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um frei lebenden Wildtiere, sondern um Tiere auf Gnadenhöfen, in Auffangstationen und Tierheimen. Der größte Unterschied ist dabei, dass man anders als bei WWF ein bestimmtes Patentier zugeordnet bekommt, über das man regelmäßig Updates erhält. Entsprechend werden mit der monatlich bezahlten Summe finanzielle Aufwendungen wie Futter, Tierarztkosten und Medikamente gedeckt.

Geschenke zu Weihnachten Tipps zum Pakete-Verschicken

Ulm