WEF-Gründer geht
: Klaus Schwab verkündet Rücktritt

Der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, Klaus Schwab, hat seinen Rücktritt erklärt. Die Gründe und wer das Amt nun weiterführt.
Von
Nicole Züge
Ulm
Jetzt in der App anhören
Weltwirtschaftsforum in Davos: ARCHIV - 21.01.2025, Schweiz, Davos: Der Deutsche Klaus Schwab, Gründer und Exekutivvorsitzender des Weltwirtschaftsforums (WEF), reagiert während einer Plenarsitzung in der Kongresshalle, während des 55. jährlichen Treffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. (zu dpa: «Weltwirtschaftsforum Davos: Gründer Klaus Schwab geht») Foto: Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Klaus Schwab beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2025. Der Gründer und Exekutivvorsitzender des Weltwirtschaftsforums (WEF) hat seinen Rücktritt erklärt.

Michael Buholzer/dpa

Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, hat am 21. April 2025 seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden des WEF-Kuratoriums erklärt. Das Weltwirtschaftsforum ist eine Stiftung, die Schwab 1971 gründete.

Der Rückzug des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers kommt nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) zum Zeitpunkt einer eher schwindenden öffentlichen Wahrnehmung des jährlichen Treffens der internationalen politisch-wirtschaftlichen Elite in dem Schweizer Nobel-Skiort. Das WEF war zuletzt zunehmend in den Schatten der Münchner Sicherheitskonferenz geraten.

Klaus Schwabs Rücktritt: Das sagt der WEF-Gründer

„Nach meiner kürzlichen Ankündigung und zu Beginn meines 88. Lebensjahres habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von der Position des Vorsitzenden und als Mitglied des Kuratoriums zurückzutreten“, zitiert ihn das WEF in einer Mitteilung. Das Gremium habe den Vize-Vorsitzenden Peter Brabeck-Letmathe interimistisch mit den Aufgaben von Schwab betraut.

WEF will „den Zustand der Welt verbessern“

Das Kuratorium drückte Schwab seinen Dank für 55 Jahre „unermüdlicher Führung“ des WEF aus. In einer Zeit des rasanten Wandels sei Dialog, um die Komplexität zu bewältigen und die Zukunft zu gestalten, wichtiger denn je, hieß es mit Blick auf die kommenden Jahre. Das WEF will nach eigenen Angaben „den Zustand der Welt verbessern“. Das Forum wurde nach seiner Gründung zu einer der wichtigsten Zusammenkünfte für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt. Seinen Sitz hat das WEF in Genf. Es beschäftigt weltweit 600 Menschen in Genf, New York, Peking und Tokio.