Wenn ein Paket auf dem Versandweg verloren geht, dann muss der Empfänger es auch nicht bezahlen, erklärt die Verbraucherzentrale.de. Das gilt auch, wenn die Ware ohne Zustimmung des Empfängers vom Paketdienst einfach vor die Tür gestellt und dann gestohlen wurde.

In der Regel müssen Kunden aber einige Tage warten, bevor sie eine Sendung als vermisst melden können. Grundsätzlich empfehlen alle Paketdienste, den Sendungsverlauf der Bestellung zu verfolgen. Alle Paketdienste bieten hierfür Apps oder Webseiten an.

Nachforschungsauftrag stellen

Sollte ein Paket nicht ankommen, kann man beim Paketdienst nachhaken. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt jedoch, sich im Zweifelsfall direkt an den Absender zu wenden. Der kann bei allen Lieferdiensten einen Nachforschungsauftrag stellen. Bei den meisten Anbietern kann das aber auch der Empfänger machen.

Hermes

Hermes erklärt auf der eigenen Website, Kunden könnten „nach frühestens fünf Werktagen“ eine Nachforschung einleiten. Das ist sowohl für den Absender als auch den Empfänger möglich.

DHL

Bei DHL ist eine Nachforschung möglich, wenn der Status der Sendung seit über sechs Arbeitstagen unverändert ist. „Sollten Sie der Empfänger der Sendung sein, empfehlen wir Ihnen zunächst Rücksprache mit dem Absender der Sendung zu halten“, heißt es auf DHL.de.

GLS

GLS bietet allen Kunden ein Kontaktformular. Dort kann man sich melden, wenn ein Paket nicht angekommen ist. Das Formular können Absender und Empfänger einer Sendung nutzen.

UPS

Theoretisch können bei UPS sowohl der Empfänger als auch der Absender ein verlorengegangenes Paket melden. Unter der Kontaktfunktion auf der Website fordert der Paketdienstleister allerdings, dass sich der Versender meldet.

DPD

Wenn sich der Sendungsstatus eines Pakets für mehrere Tage nicht geändert hat, können sich DPD-Kunden über ein Kontaktformular an den Paketdienst wenden. Das Formular ist sowohl für den Empfänger als auch den Absender eines Paketes nutzbar.

Beschwerde bei der Verbraucherzentrale

Wer unzufrieden mit dem Service eines Paketzustellers ist, kann auf der Website post-aerger.de eine Beschwerde einreichen. Der Betreiber der Website – die Verbraucherzentrale NRW – schreibt dort: „Wir werten Ihre Beschwerde aus, um gezielt Verbesserungen für Verbraucher einzufordern.“ In besonders schweren Fällen könne die Zentrale auch „rechtlich gegen Paketdienstleister“ vorgehen.

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