Trauer und Glaube Requiem oder Totenmesse: Was ist das?

Das Requiem ist in der katholischen Liturgie eine Form des Abschiednehmens.
Das Requiem ist in der katholischen Liturgie eine Form des Abschiednehmens. © Foto: eyetronic - Fotolia
Ulm / SWP 13.02.2019

Was ist ein Requiem?

Ein Requiem oder auch Missa pro defunctis (Messe für die Verstorben) ist die heilige Totenmesse in der katholischen Liturgie. Der Begriff leitet sich von dem Pslam „Requiem aeternam dona eis, Domine“ ab, was „Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr“ heißt.

Der Begriff Requiem beschreibt aber auch kirchenmusikalische Kompositionen. Eines der bekanntesten musikalischen Requiems ist das von Wolfgang Amadeus Mozart.

Welche Bedeutung hat ein Requiem?

Das Requiem oder die Totenmesse ist in der katholischen Kirche eine wichtige Form des Abschiednehmens. Sie wird am Tag der Beerdigung des Verstorbenen abgehalten. In der Messe gedenkt man des Toten, erinnert an sein Leben, betet aber zugleich auch um dessen Seelenheil. Im Anschluss an die Messe findet meist die Beerdigung statt.

Wie läuft ein Requiem ab?

Eine Totenmesse besteht aus verschiedenen Bestandteilen.

Eröffnet wird sie mit dem Introitus, gefolgt von dem sogenannten Graduale, einem Zwischengesang. Danach wird der Tractus, der Sologesang, angeschlossen. Während des Offertoriums werden Brot und Wein zum Altar getragen und die Kollekte gesammelt. Die Totenmesse endet mit der Communio, ein Gesang, bei dem Spenden gesammelt werden, sowie Brot und Wein gereicht werden. Diese stellen den Leib und das Blut Jesu dar.

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