11. März 2026: Warum ist heute Halbmast geflaggt? - Das ist der Hintergrund

Beflaggung am Tag des Gedenkens
Soeren Stache/dpaAm 11. März 2026 begeht die Bundesregierung den Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt. Aus diesem Anlass sind zahlreiche staatliche Einrichtungen in Deutschland trauerbeflaggt und erinnern sichtbar an die Betroffenen terroristischer Anschläge.
Einordnung des Gedenktags
Die Bundesregierung hat am 16. Februar 2022 die Einführung eines nationalen Gedenktags für die Opfer terroristischer Gewalt am 11. März beschlossen. Der Beschluss wurde am 25. Februar 2022 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit ist der 11. März als fester Termin im staatlichen Gedenkkalender verankert.
Verbindung zum europäischen Gedenktag
Der 11. März knüpft auf nationaler Ebene an den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an. Dieser wurde nach den Bombenanschlägen in Madrid am 11. März 2004 ins Leben gerufen. Die Europäische Union gedenkt seit 2005 jährlich an diesem Tag der Betroffenen terroristischer Gräueltaten weltweit. Der deutsche Gedenktag reiht sich in dieses europäische Erinnern ein und setzt zugleich einen eigenen nationalen Akzent.
Wo wird heute Halbmast geflaggt wird
Am 11. März 2026 werden bundesweit die obersten Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche trauerbeflaggt. Ebenso gilt die Trauerbeflaggung für Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht von Bundesbehörden unterstehen. Daher sind an vielen öffentlichen Gebäuden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
Zentrale Gedenkstunde in Berlin
Begleitet wird der Gedenktag 2026 von einer zentralen Gedenkveranstaltung der Bundesregierung in Berlin. Sie findet am 11. März 2026 von 14:00 bis 15:00 Uhr in den BOLLE Festsälen statt. Für die Bundesregierung spricht dort die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig. Den Hauptteil bildet ein moderiertes Podiumsgespräch mit Betroffenen terroristischer Gewalt, das deren Erfahrungen und Perspektiven Raum gibt. Das Schlusswort hält der Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland, Roland Weber. Die Veranstaltung wird per Livestream im Internet übertragen, inklusive Gebärdensprachdolmetschung. Direkt zum Livestream geht es hier.
Ziele des Gedenktags
Der Kampf gegen Extremismus und terroristische Gewalt sowie gegen verfassungsfeindliche und gewaltbereite Bestrebungen ist eines der Hauptziele der Bundesregierung. Neben Prävention, Deradikalisierung, effektiver Gefahrenabwehr und der Bekämpfung von Extremismus soll insbesondere die Situation der Betroffenen stärker in den Fokus rücken. Der Umgang mit ihnen soll noch empathischer und würdiger gestaltet werden. Der Nationale Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt ist Ausdruck dieser Würdigung und bringt das Leid der Betroffenen sowie die Verantwortung des Staates sichtbar ins öffentliche Bewusstsein.
Informationen zur Beflaggung
Die heutigen Trauerbeflaggungen erfolgen auf Grundlage einer Beflaggungsanordnung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat für den 11. März 2026. Darüber hinaus gibt es eine Übersicht über die regelmäßigen allgemeinen Beflaggungstage im Internet.
