Warntag 2026
: Wann kommt die Entwarnung?

Am Warntag 2026 heulen nicht nur die Sirenen: Auch Handys schlagen Alarm – und erstmals kommt die Entwarnung per Cell Broadcast. Wann sie erfolgt und welche Einstellung über die Lautstärke entscheidet.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Warnapp auf dem Handy

Warntag 2026: Die Entwarnung kommt gegen 11:45 Uhr. Welche Handy-Einstellung über die Lautstärke entscheidet und was Nutzer beachten sollten.

Oliver Berg/dpa

Beim heutigen bundesweiten Warntag werden in Deutschland erneut zahlreiche Warnsysteme getestet. Um 11 Uhr beginnt der Probealarm. Die Entwarnung soll rund 45 Minuten später erfolgen. Also gegen 11:45 Uhr. Erstmals soll sie in diesem Jahr auch über Cell Broadcast auf Smartphones verschickt werden. Die Entwarnung erfolgt nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) über die Warnkanäle und Endgeräte, über die zuvor die Warnung verbreitet wurde. Dazu gehören unter anderem Warn-Apps wie Nina, Katwarn und Biwapp.

Entwarnung gegen 11:45 Uhr

Der eigentliche Probealarm wird heute um 11 Uhr ausgelöst. Auf empfangsfähigen Smartphones erscheint dabei eine Warnmeldung. Sie wird mit einem akustischen, visuellen und haptischen Signal ausgegeben. Der Alarmton ertönt in maximaler Lautstärke. Gegen 11:45 Uhr soll anschließend die Entwarnung folgen. Das BBK nutzt dafür die niedrigste Warnstufe 3. Damit soll die Lärmbelästigung möglichst gering gehalten werden. Ob die Entwarnung auf dem Smartphone tatsächlich leise ankommt, hängt allerdings von den Einstellungen und der Software des Geräts ab.

Diese Einstellung entscheidet über die Lautstärke

Damit die Entwarnung über Warnstufe 3 empfangen werden kann, muss diese Warnstufe auf dem Smartphone aktiviert sein. Zusätzlich sollte die aktuellste Betriebssystemversion installiert sein. Ist Warnstufe 3 nicht aktiviert oder die Software nicht auf dem aktuellen Stand, kann die Entwarnung laut BBK stattdessen mit dem üblichen lauten Cell-Broadcast-Ton der Warnstufe 2 ausgegeben werden. Android-Nutzer können die Einstellung in der Regel unter „Sicherheit und Notfall“ und anschließend bei den „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“ kontrollieren. Je nach Hersteller können die Bezeichnungen abweichen. Entscheidend ist, dass alle Warnstufen einschließlich Stufe 3 aktiviert sind. Bei iPhones findet sich die entsprechende Einstellung unter „Mitteilungen“ und dort bei „Notfallalarme“ beziehungsweise „Cell-Broadcast-Warnungen“. Auch hier sollte Warnstufe 3 aktiviert sein. Wer den Menüpunkt nicht findet, kann in den Einstellungen nach „Cell Broadcast“ suchen.

Wie klingt die Entwarnung auf dem Handy?

Bei korrekt aktivierter Warnstufe 3 soll die Entwarnung deutlich unauffälliger ausfallen als der Probealarm um 11 Uhr. Auf Android-Geräten soll standardmäßig der eingestellte SMS-Ton zu hören sein. Auf iPhones soll der übliche SMS-Ping als Signal verwendet werden. Voraussetzung ist, dass das Smartphone Cell Broadcast unterstützt, Warnstufe 3 aktiviert ist und die aktuelle Softwareversion installiert wurde.

Funktioniert die Warnung auch bei lautlosem Handy?

Die eigentliche Warnmeldung wird auch dann ausgegeben, wenn das Smartphone zuvor auf lautlos gestellt wurde. Die höchste Warnstufe übersteuert nach Angaben des BBK sowohl die Stummschaltung als auch die „Bitte nicht stören“-Funktion. Der Alarm soll deshalb in voller Gerätelautstärke ertönen und zusätzlich durch Vibration auf sich aufmerksam machen. Auch die Entwarnung soll grundsätzlich ausgegeben werden, wenn das Gerät zuvor stummgeschaltet wurde. Wie laut sie ausfällt, hängt jedoch von der verwendeten Warnstufe und den Geräteeinstellungen ab.

Im Flugmodus bleibt das Handy still

Keine Cell-Broadcast-Nachricht erhält ein Smartphone, wenn es ausgeschaltet wurde oder sich im Flugmodus befindet. Auch Geräte, die sich nicht in einer Funkzelle befinden oder die technischen Voraussetzungen für Cell Broadcast nicht erfüllen, können die Warnung nicht empfangen. Das BBK nennt als geeignete Betriebssystemversionen mindestens iOS 16.1 beziehungsweise Android 11.

Warntag 2026 testet verschiedene Warnwege

Cell Broadcast ist nur ein Teil des bundesweiten Warnsystems. Beim Warntag sollen neben Smartphones auch Sirenen zum Einsatz kommen. Warnungen werden außerdem über Radio, Fernsehen, Warn-Apps, digitale Stadtinformationstafeln, Fahrgastinformationssysteme an Bahnhöfen und digitale Taxi-Dach-Werbung verbreitet. Der bundesweite Warntag findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September statt. Ziel ist es, die verschiedenen Warnsysteme zu testen, mögliche Schwachstellen zu erkennen und die Bevölkerung mit behördlichen Warnungen vertraut zu machen.