Warnstreiks in Bayern
: Streikt auch die MVG in München?

In Bayern kommt es diese Woche erneut zu Warnstreiks im ÖPNV. Ist auch München wieder betroffen?
Von
Lukas Böhl
München
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Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Bayern: ARCHIV - 19.05.2023, Bayern, München: "Streik: Aktuell kein U-Bahn Betrieb" ist an einer Anzeigetafel in einem U-Bahn Bahnhof am Münchner Hauptbahnhof zu lesen. Warnstreiks finden heute im öffentlichen Nahverkehr in Bayern statt. Bestreikt werden laut Verdi die Verkehrsbetriebe in München, Nürnberg, Augsburg, Landshut, Bayreuth, Schweinfurt, Bamberg, Fürth und Regensburg. (zu dpa: «Warnstreik soll Nahverkehr in München und Nürnberg lahmlegen») Foto: Felix Hörhager/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Geht es auch in München weiter mit den Streiks?

Felix Hörhager/dpa

Die Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr in Bayern gehen weiter und auch München könnte schon bald wieder betroffen sein. Zwar setzt die Gewerkschaft ver.di aktuell vor allem auf Arbeitsniederlegungen außerhalb der Ballungsräume. Doch für Fahrgäste in der Landeshauptstadt gibt es keine Entwarnung.

ver.di schließt Warnstreik in München nicht aus

Auf Anfrage der Abendzeitung München erklärte Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen bei ver.di: „Einen Warnstreik in München würde ich auf keinen Fall ausschließen.“ Damit bleibt offen, ob es in den kommenden Wochen erneut zu massiven Einschränkungen bei U-Bahn, Tram und Bus kommen könnte.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Streik bereits in vielen Städten Bayerns für Stillstand gesorgt. Für Pendler in München könnte es damit bald wieder ungemütlich werden. Denn die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit ist erst am 09. März angesetzt.

Bis dahin bleibt noch viel Zeit für weitere Aktionen. Eine laufend aktualisierte Übersicht mit allen Streiks im Nahverkehr in Deutschland und Bayern stellt unter anderem der ADAC unter diesem Link zur Verfügung. Im Streikfall informiert die MVG ihre Fahrgäste aber auch über die App und Webseite.

Hier wird aktuell gestreikt

In dieser Woche sind laut ver.di folgende Städte von Warnstreiks betroffen:

  • Bamberg: 17. und 18. Februar
  • Augsburg: 19. Februar
  • Regensburg: 19. und 20. Februar
  • Landshut: 20. Februar
  • Passau: 20. Februar

Fahrgäste müssen dort mit teils massiven Einschränkungen bei Bussen und Straßenbahnen rechnen.

Warum wird gestreikt?

Hintergrund ist die festgefahrene Tarifrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern. ver.di fordert unter anderem rund 669 Euro mehr Lohn, eine kürzere Wochenarbeitszeit sowie mindestens elf Stunden Ruhezeit zwischen Schichten. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. März angesetzt. Bis dahin könnten weitere Warnstreiks folgen – möglicherweise auch in München.