Warnstreiks im ÖPNV: In diesen Städten wird heute gestreikt

Warnstreik bei Teilen des Hochbahn-Busverkehrs.
Marcus Brandt/dpaAm heutigen Dienstag, 17. Februar, kommt es in Teilen Bayerns und Hamburgs zu erneuten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr. Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte kommunaler Verkehrsbetriebe zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
Streik in Bamberg
In Bamberg wird der Stadtbusverkehr heute und morgen bestreikt. Nach Angaben der Stadtwerke Bamberg bleiben die Busse im Depot, reguläre Fahrten finden nicht statt. Zwischen 6 und 20 Uhr gilt ein Notfahrplan auf den Linien 935, 936, 937 und 938.
Am heutigen Dienstag fährt zwischen 6 und 13 Uhr sowie von 16 bis 20 Uhr jeweils stündlich ein Bus auf diesen Strecken. Während des Bamberger Faschingsumzugs ruht der Busverkehr laut Stadtwerken zwischen 13 und 16 Uhr vollständig. Private Busunternehmen sind nach Angaben der Stadtwerke nicht vom Streik betroffen.
Hintergrund ist ein eigener Tarifkonflikt im bayerischen Nahverkehr. Wie die Stadtwerke mitteilen, gilt die jüngst erzielte Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder nicht für die bayerischen Nahverkehrsunternehmen. Ver.di fordert demnach unter anderem Gehaltssteigerungen von bis zu 25 Prozent sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die kommunalen Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben eine Tariferhöhung von insgesamt fünf Prozent sowie weitere Verbesserungen angeboten.
Hamburg: Zahlreiche Buslinien betroffen
In Hamburg werden heute Busse der Hamburger Hochbahn bestreikt. Wie die Hochbahn mitteilt, kommt es von 3 Uhr morgens bis Mittwoch, 3 Uhr, zu massiven Einschränkungen im Busbetrieb. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens unter anderem die Betriebshöfe Alsterdorf, Hummelsbüttel und Langenfelde.
Nach Angaben der Hochbahn fallen unter anderem die Linien 4, 5, 6, 7, 17, 18, 19, 20, 24, 26, 30, 37, 111, 115, 170, 172, 174, 176, 177, 179, 181, 183, 214, 218, 270, 276, 277, 292, 375, 391 sowie mehrere Schnellbus- und Nachtlinien aus. Auf weiteren Linien wie 12, 16, 23, 25, 28, 31, 105, 150, 168, 171, 180, 191, 250, 261, X22 und X27 sei ein eingeschränkter Teilbetrieb möglich. Die U-Bahn ist nach Angaben der Hochbahn heute nicht vom Streik betroffen. Auch die S-Bahnen und die HADAG-Fähren verkehren planmäßig.
Wie der NDR berichtet, setzt ver.di auf sogenannte Wellenstreiks, bei denen gezielt einzelne Bereiche bestreikt werden. Ziel sei es, den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen und gleichzeitig die Auswirkungen für Fahrgäste zu begrenzen.
Tarifkonflikt als Hintergrund
Nach Angaben von ver.di fordert die Gewerkschaft bei der Hamburger Hochbahn unter anderem eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent sowie Verbesserungen für Auszubildende. Bei der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) geht es unter anderem um eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden. Die Hochbahn erklärte laut NDR, ein Streik vor den nächsten Verhandlungsterminen am 20. und 24. Februar sei „unnötig und nicht konstruktiv“. Ver.di hingegen spricht von fehlenden beziehungsweise nicht zufriedenstellenden Angeboten. Weitere Streiks sind in Hamburg bereits angekündigt. Am Mittwoch sollen nach Angaben von ver.di Busse der VHH bestreikt werden.
