Warnstreik im ÖPNV: Wird morgen am Dienstag gestreikt?

Verdi-Warnstreiks im Nahverkehr.
Philip Dulian/dpaNach aktuellem Stand gilt der Warnstreik nur für heute. Verdi hat den Streik bislang nicht auf morgen ausgeweitet. Das bedeutet: Am morgigen Tag sollte der Betrieb im kommunalen Nahverkehr wieder regulär anlaufen. Je nach Region kann es in der Nacht und am frühen Morgen allerdings noch zu Verzögerungen kommen, da der Streik bis zum Betriebsschluss in der Nacht von Montag auf Dienstag andauert. Die meisten Pendler dürften davon allerdings nichts mehr mitbekommen, da der Warnstreik in den meisten Betrieben gegen 2:00 bis 3:00 Uhr endet.
Was Fahrgäste jetzt wissen sollten
Auch wenn kein weiterer Streik angekündigt ist, lohnt sich ein kurzer Check vor der Fahrt. Besonders in den frühen Morgenstunden kann es noch zu Ausfällen oder einem ausgedünnten Takt kommen. Wer sicher gehen will, sollte vor Abfahrt folgende Informationsquellen nutzen: die Webseiten der lokalen Verkehrsbetriebe, Apps und Live-Abfahrten (zum Beispiel in der Fahrplanauskunft) und aktuelle Hinweise der Gewerkschaft Verdi.
Kann der Streik kurzfristig verlängert werden?
Grundsätzlich ja: Verdi kann weitere Streiktermine auch kurzfristig ankündigen. Ob es dazu kommt, hängt vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Fahrgäste sollten deshalb die Lage weiter im Blick behalten – vor allem, wenn sie am nächsten Tag früh losmüssen.
Was gilt für Regionalverkehr und S-Bahn?
Der Warnstreik betrifft in der Regel den kommunalen Nahverkehr. Dazu zählen vor allem Busse, Straßenbahnen sowie U-Bahnen, die von städtischen oder kommunalen Verkehrsbetrieben betrieben werden. Genau dort sind die Auswirkungen meist am stärksten: Viele Linien fallen komplett aus, andere fahren nur eingeschränkt oder mit deutlich längeren Wartezeiten.
Regionalzüge (RE, RB) und S-Bahnen sind dagegen oft nicht unmittelbar vom Streik betroffen, weil sie häufig von anderen Unternehmen betrieben werden oder unter andere Tarifverträge fallen. Trotzdem können auch hier Probleme auftreten – etwa, wenn mehr Menschen als sonst auf die Bahn ausweichen und Züge dadurch voller werden. Außerdem kann es je nach Region Überschneidungen geben, zum Beispiel wenn einzelne Linien oder Stellwerke doch von streikenden Beschäftigten betroffen sind.
