Letzte Frostgefahr
: Wann kommen die Eisheiligen 2026?

Für Hobbygärtner sind die Eisheiligen jedes Jahr ein wichtiges Datum. Wann genau sie kommen und wie die aktuellen Wetterprognosen aussehen.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Wann sind die Eisheiligen 2024? Warum heißen sie überhaupt so? Und was muss man für Pflanzen im Garten und auf dem Balkon beachten?

Mit Fost überzogen sind diese Pflanzen nach einer kalten Nacht in Bayern. +++ dpa-Bildfunk +++

Wann sind die Eisheiligen 2026? Warum heißen sie überhaupt so? Und sehen die aktuellen Wetterprognosen aus?

Picture alliance/dpa-Bildfunk

Obwohl der Frühling bereits längst Einzug gehalten hat, besteht weiterhin ein Risiko für Nachfrost. Eine traditionelle Orientierungshilfe für Gärtner, um sich vor späten Kälteeinbrüchen zu schützen, bieten die Eisheiligen.

Die Eisheiligen zeigen, wann der Frost vorbei ist

Traditionell gelten die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai als letzte Phase mit möglichem Nachtfrost im Frühling. 2026 fallen die Tage auf die Kalenderwoche 20 von Montag, dem 11.05. bis Freitag, dem 15.05.2026. Die Tage sind benannt nach fünf Heiligen:

  • 11. Mai: Mamertus
  • 12. Mai: Pankratius
  • 13. Mai: Servatius
  • 14. Mai: Bonifatius
  • 15. Mai: Sophie (bekannt als kalte Sophie)

Erst nach dem 15. Mai, also nach der kalten Sophie, empfehlen erfahrene Gärtner, frostempfindliche Pflanzen dauerhaft ins Freie zu setzen.

Wetterprognosen noch unklar

Die Wahrscheinlichkeit, dass der letzte stärkere Bodenfrost (unter -2 Grad) etwas früher endet, ist hoch. Denn historische Daten zeigen, dass im Großteil Deutschlands solche Temperaturen mit dem Maibeginn deutlich unwahrscheinlicher werden. Bodentemperaturen um die 0 Grad fanden zwischen 1990 und 2020 hingegen auch noch vereinzelt in der zweiten Maihälfte statt. Somit bleiben die Eisheiligen tatsächlich eine gute Orientierungshilfe, wenn es um den letzten Frost geht. Aktuelle Wetterprognosen für diesen Zeitraum sind zwar noch sehr ungenau, zeigen aber bis Anfang Mai aktuell nur vereinzelt nächtlichen Frost an. In Senken, Tallagen oder höheren Regionen ist das Frost-Risiko in den frühen Morgenstunden erhöht.

Fazit - In 4 Wochen kaum noch Frostgefahr

Der späteste Frost in den letzten 30 Jahren fand in den meisten Regionen in Deutschland tatsächlich im Zeitraum der Eisheiligen statt. Die Wahrscheinlichkeitsvorhersage des Deutschen Wetterdienstes gibt für die Woche der Eisheiligen sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine wärmere Witterung im Vergleich zu den letzten Jahren an. Bis dahin kann natürlich noch viel passieren. Prinzipiell kann aber davon ausgegangen werden, dass in etwa 4 Wochen in den meisten Regionen in Deutschland kaum noch Frostgefahr bestehen wird.