Wandern in BW: Fünf der schönsten Wanderwege im Schwarzwald

Moosbedeckte Baumstämme, Farne am Wegesrand und hoch aufragenden Tannenwipfel: Der Schwarzwald bietet Wanderern und Wanderinnen eine vielfältige Landschaft.
Uli Deck/dpaJedes Jahr prämiert das Wandermagazin die schönsten Wanderrouten in Deutschland. Dazu dürfen Interessierte unter mehreren nominierten Routen in unterschiedlichen Kategorien abstimmen. Über die Jahre sammelte der Schwarzwald mit seinen Touren einige Auszeichnungen. Fünf prämierte Wanderwege von leicht bis schwer für Groß und Klein. Infotafeln, Wasserfälle und Vesper mit Aussicht natürlich inklusive.
Ob eine der Routen bei Ihnen in der Nähe liegt, finden Sie über die Karte heraus. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Touren finden Sie unten.
1. Kniebiser Heimatpfad
Familienfreundlich, größtenteils eben und mit vielen Rast- und Einkehrmöglichkeiten – das ist der Kniebiser Heimatpfad. Auf etwa zehn Kilometern durchquert der Pfad in der Nähe von Freudenstadt Wald, Heide-Moor, Wiese und Ausläufer des Dorfs Kniebis. Auf der Rundtour informieren verschiedene Tafeln über Geschichte, Biologie, Ökologie und Waldbewirtschaftung. Stationen wie Bienenhotels und das Räuberwegle machen den Weg auch für Kinder attraktiv. Der Pfad ist mit einer Änderung auch in den Wintermonaten begehbar. Im Jahr 2008 belegte der Kniebiser Heimatpfad in der Kategorie Touren des Wandermagazins den dritten Platz.
- Schwierigkeit: leicht
- Strecke: 9,9 Kilometer
- Dauer: 2:35 h
- Aufstieg: 123 Höhenmeter
- Abstieg: 123 Höhenmeter
- Wegbeschreibung und weitere Informationen
2. Belchensteig bei Schönenberg
Deutschlands schönster Wanderweg 2020 (Wandermagazin) führt in der Nähe von Schönenberg über Wiesenpfade, durch Waldstücke bis auf den Belchengipfel auf 1414 Metern. Dort entschädigt das Panorama mit Blick nach Freiburg, den Feldberg und die Schweizer Alpen für den schweißtreibenden Aufstieg. Über steile Serpentinen schlängeln sich Wanderlustige schließlich wieder dem Ausgangspunkt der Rundtour, dem Wiedener Eck, entgegen. Es gibt mehrere Einkehrmöglichkeiten, einen Teil der Route kann man mit der Belchen Seilbahn abkürzen. Der Weg ist im Winter nicht begehbar.
- Schwierigkeit: schwer
- Strecke: 15 Kilometer
- Dauer: 6:00 h
- Aufstieg: 675 Höhenmeter
- Abstieg: 675 Höhenmeter
- Wegbeschreibung und weitere Informationen
3. Wasserfallsteig bei Feldberg
Wer den höchsten Naturwasserfall Baden-Württembergs, den Todtnauer Wasserfall, sehen möchte, ist auf dem Wasserfallsteig von Feldberg nach Todtnauberg richtig. Über Kräuterwiesen, am Fahler Wasserfall vorbei, durch Brandenberg, über die Wolfsschlucht zum Todtnauer Wasserfalls: Der Steig bietet auf gut zwölf Kilometern jede Menge Abwechslung und Wasser. Zwar ist der Weg nicht kinderwagentauglich, trittsichere Kinder können die Wanderung aber gehen. Zwei Freibäder und mehrere Einkehrmöglichkeiten auf dem Weg sorgen für die nötige Pause. Der Wasserfallsteig zählt zu den Genießerpfaden im Schwarzwald.
- Schwierigkeit: mittel
- Strecke: 12,4 Kilometer
- Dauer: 4:00 h
- Aufstieg: 411 Höhenmeter
- Abstieg: 623 Höhenmeter
- Wegbeschreibung und weitere Informationen
4. Feldbergsteig bei Feldberg
Blick von der Zugspitze zum Mont Blanc, urige Almhütten, kleine Brücken und Pfade: All das deckt der Feldbergsteig bei dem gleichnamigen Ort ab. Auf dem Panoramaweg wandert man bergauf vom Haus der Natur in Feldberg zum Feldberg-Gipfel auf 1493 Meter. Wer abkürzen möchte, kann die Feldbergbahn nehmen. Auf dem Rückweg bieten sich mehrere Hütten zur Einkehr an. Auf schmalen Pfaden und über kleine Brücken geht es noch hinab, danach führt der letzte Aufstieg am Feldsee vorbei zurück zum Ausgangspunkt in Feldberg. Die Rundtour zählt zu den Genießerpfaden im Schwarzwald. Sie ist mit dem Kinderwagen nicht befahrbar.
- Schwierigkeit: schwer
- Strecke: 12,4 Kilometer
- Dauer: 5:00 h
- Aufstieg: 502 Meter
- Abstieg: 520 Meter
- Wegbeschreibung und weitere Informationen
5. Himmelssteig in Bad Peterstal
Deutschlands schönster Wanderweg 2017 führt tatsächlich über Stock und Stein durch die Wälder des Renchtals. Tannen, Buchen, Farne säumen den Wegesrand, der immer wieder von Aussichtspunkten wie der 22,5 Meter langen Himmelsbank unterbrochen wird. Etappenziel ist der Holchenwasserfall, dessen Wasser acht Meter in die Tiefe stürzt. Der Aufstieg zum Himmelsfelsen ist steil, dafür belohnt der Ausblick oben. Über Wald- und Wiesenwege führt der Himmelssteig zurück zum Ausgangspunkt in Bad Peterstal. Unterwegs kann man für ein kühles Getränk in die Himmelsbar einkehren.
- Schwierigkeit: schwer
- Strecke: 10,8 Kilometer
- Dauer: 5:00 h
- Aufstieg: 414 Höhenmeter
- Abstieg: 414 Höhenmeter
- Wegbeschreibung und weitere Informationen
