Waldbrand auf Kreta
: Davor warnt das Auswärtige Amt Urlauber

Auf Kreta ist nahe der Stadt Ierapetra ein Waldbrand ausgebrochen. Das Auswärtige Amt warnt Urlauber und gibt Verhaltenstipps.
Von
Nicole Züge
Berlin/Heraklion
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Waldbrand auf Kreta

Der Waldbrand auf Kreta ist auf einer Waldbrandkarte der NASA gut zu erkennen. Das Auswärtige Amt warnt Griechenland-Urlauber vor bestimmten Extremwetter-Ereignissen und gibvt Hinweise, wie Reisende sich am besten verhalten.

Screenshot NASA FIRMS

Im Südosten der griechischen Insel Kreta brennt seit Mittwoch (2. Juli) der Wald. Das Feuer brach am späten Nachmittag nahe der Küstenstadt Ierapetra aus. Starke Winde fachten die Flammen schnell an. Hotels, Pensionen und drei Dörfer mussten geräumt werden.

Waldbrand auf Kreta: Das ist aktuell bekannt

„Wir haben rund 1500 Menschen in andere Hotels und in einer Sporthalle untergebracht“, sagte Giorgos Tsambakis, Zivilschutzchef der Region Kreta, im griechischen Rundfunk (ERTnews).

Am Donnerstagmorgen rückten Löschflugzeuge und Hubschrauber an. Die Feuerwehr erhielt Verstärkung aus anderen Regionen des Landes. Die Behörden sprechen von einem großflächigen Brand. „Wir brauchen viele Löschflugzeuge, damit der Brand, der bereits gewaltige Ausmaße angenommen hat, unter Kontrolle gebracht werden kann“, sagte Ierapetras Vize-Bürgermeister Georgios Chatzakis laut griechischen Medien.

Waldbrand im Kreta-Urlaub: Diese Rechte haben Urlauber

Welche Rechte Reisende bei geplanten oder bereits angefangenen Reisen nach Griechenland haben, haben wir hier zusammengefasst.

Gibt es aktuell eine Reisewarnung für Griechenland?

Nein, es gibt keine Reisewarnung und auch keine Reisehinweise. Das Auswärtige Amt warnt aber vor bestimmten Extremwetter-Ereignissen.

Davor warnt das Auswärtige Amt Griechenland-Urlauber

„Die Waldbrandgefahr in Teilen Griechenlands ist hoch“, stellt auch das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reisehinweisen klar. Vor allem in den Sommermonaten komme es im Land zu zahlreichen Busch- und Waldbränden. Reisende müssen mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur rechnen, auch in Tourismusgebieten. Die Feuer können sich durch wechselnde Windrichtungen schnell ausbreiten oder wieder neu entfachen. Dabei kann es jederzeit zu Straßensperren und weiteren Einschränkungen kommen. Reisende sollten sich über die Medien, Ihr Hotel und Ihren Reiseleiter oder Reiseveranstalter über betroffene Gebiete informieren und diese meiden.

Auch die Hitze ist in der Mittelmeerregion nicht ungewöhnlich. Hitzewellen kommen immer wieder vor und sorgen dann dafür, dass die Waldbrandgefahr weiter steigt. Das AA warnt Urlauber und fordert sie auf, bei starker Hitze einige Verhaltensregeln zu beachten. Dazu gehören:

  • Insbesondere für Säuglinge, Kinder, Senioren sowie Menschen, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufs etc. leiden, ist besondere Vorsicht geboten.
  • Aufenthalte in der Sonne und überfüllte öffentliche Bereiche sollten möglichst gemieden werden. Gleiches gilt für körperliche Anstrengung in der Mittagshitze.
  • Empfohlen wird das Tragen leichter, heller Kleidung aus natürlichem Material sowie eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit.
  • Wer Spaziergänge oder sogar Wanderungen plant, solle sich laut AA gut vorbereiten: Dazu gehöre, große Mengen Wasser sowie geeigneten Sonnenschutz (Kleidung, Hut, Sonnencreme), ein aufgeladenes Mobiltelefon und zusätzlich eine geladene Powerbank dabei zu haben. Außerdem sollen nur ausgeschilderte Wanderrouten genutzt werden.
  • Im Notfall kann man in Griechenland die europäische Notrufnummer 112 anrufen. Wer Hilfe benötigt, können dadurch sofort geortet werden, solange das Mobiltelefon in Betrieb ist.
  • Reisende sollten zudem die Cell Broadcast Benachrichtigungen auf ihrem Handy aktivieren. Wie das geht, steht hier.

Brandgefahr in zahlreichen Regionen Griechenlands hoch

Die Brandgefahr bleibt in zahlreichen Regionen Griechenlands enorm, teilte der Zivildienst mit. Winde, unterstützt von Trockenheit, könnten auch den kleinsten Brandherd zu einem Großbrand anfachen, warnt die Feuerwehr. Das Wetter bleibt auch in den kommenden Wochen trocken und heiß. Wetterexperten sind sogar sicher, dass sich in der Mittelmeer-Region bereits die nächste Hitzewelle anbahnt.