Waldbrände in Spanien aktuell
: Flammen unter Kontrolle - Karte zeigt, wo es noch weiter brennt

Rund um den großen Waldbrand im Süden Spaniens gibt es Hoffnung. Die Feuerwehr scheint die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Wie ist die Lage in Spanien aktuell?
Von
Daniel Steiger
Los Gollardos
Jetzt in der App anhören
Waldbrand in Spanien

Wäldbrände in Spanien: Rund 500 EInsatzkräft kämpfen in Südspanien gegen die Flammen.

---/Plan Infoca/Europapress/dpa

In Spanien brennen weiter die Wälder. Das größte Feuer bei Los Gollardos scheinen die Feuerwehrleute mittlerweile unter Kontrolle zu bekommen. Wie ist die Lage in Spanien aktuell?

Waldbrände in Spanien aktuell - Karte zeigt, wo es noch brennt

Der verheerende Waldbrand mit mindestens 13 Todesopfern im Süden Spaniens breitet sich nicht weiter aus. Die Lage rund um das Feuer sei inzwischen stabilisiert worden, teilte der Regierungschef der betroffenen Region Andalusien, Juanma Moreno, mit. Die Löscharbeiten wurden am Sonntag durch deutlich schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt. Im betroffenen Gebiet um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería sind weiterhin rund 500 Feuerwehrleute, Soldaten und andere Helfer im Einsatz. Insgesamt wurden nach amtlichen Angaben 7.000 Hektar Wald- und Buschfläche zerstört. Diese interaktive Karte zeigt die aktiven Waldbrände in ganz Spanien.

93-Jährige stirbt durch Waldbrand in Spanien

Die Zahl der Toten des verheerenden Waldbrands ist auf 13 gestiegen. Eine 93-jährige Britin sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, erklärten Behördenvertreter der Region Andalusien am Sonntag. Zuvor hatte die Zahl der Toten des Waldbrandes bei zwölf gelegen. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern ging derweil weiter. Einsatzkräfte und Freiwillige durchkämmten das Brandgebiet erneut, während Soldaten der Militärischen Nothilfeeinheit UME zusammen mit der Polizeieinheit Guardia Civil abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüften. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen stieg zuletzt auf acht. Die Behörden sprechen aber weiterhin von 23 Menschen, die von Angehörigen oder Bekannten vorübergehend als nicht auffindbar gemeldet worden seien.

Dank der positiven Entwicklung durften inzwischen rund 600 zuvor evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die übrigen rund 1.000, die in den ersten Stunden des Feuers am Donnerstagabend ihre Häuser verlassen mussten, sind weiterhin unter anderem in Wohnungen von Angehörigen oder in Hotels untergebracht. Sie sollen aber ebenfalls bald wieder nach Hause dürfen.