Waldbrände in Spanien aktuell: Feuer wüten weiter - Karte zeigt, wo in Spanien Brände lodern

Waldbrände in Spanien aktuell: Ein Hubschrauber bei den Löscharbeiten des Waldbrands in Betxi, Castellon.
Carme Ripollés/EUROPA PRESS/dpaHeftige Winde machen den Einsatzkräften in Spanien im Kampf gegen die Waldbrände das Leben schwer. Verantwortliche sprachen von „schwierigen Stunden“. Wie ist die Waldbrand-Lage in Spanien aktuell?
Waldbrände in Spanien - Karte zeigt die aktuelle Lage
In Spanien haben die Waldbrände eine „massive Krise“ ausgelöst, sagte die Chefin des spanischen Katastrophenschutzes, Virginia Barcones, dem Sender TVE. Die Feuer betreffen demnach „ein 280 Kilometer großes Gebiet, das eine Fläche von 77.000 Hektar umfasst“.
Laut Spaniens Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, betreffen diese 77.000 Hektar die Region Madrid und die Provinzen Ávila und Toledo. Das Feuer in Ávila mit einer verbrannten Fläche von 50.000 Hektar sei der „größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte unseres Landes“.
Allein nahe Madrid mussten Zehntausende ihre Häuser verlassen. Westlich der spanischen Hauptstadt loderten die schlimmsten Brände. Spaniens König Felipe VI. besuchte in einer Notunterkunft Menschen, die vor den verheerenden Waldbränden aus ihren Häusern fliehen mussten.
Die Betroffenen hätten „viel“ verloren, beklagte der König am Sonntag beim Besuch der nahe Madrid gelegenen Gemeinde Villamanta. „Gemeinsam haben wir ein Naturerbe von unschätzbarem Wert verloren.“
Diese interaktive Karte zeigt die aktiven Waldbrände in ganz Spanien.
WM-Trainer de la Fuente besucht Waldbrand-Regionen
Auch der Trainer von Fußball-Weltmeister Spanien, Luis de la Fuente, besuchte von den beispiellosen Waldbränden Vertriebene und sprach ihnen Mut zu. „Ich denke, wir alle müssen in diesen schwierigen, tragischen Momenten alles in unserer Kraft Stehende tun, um zu helfen“, sagte der Erfolgstrainer in der westlich von Madrid gelegenen Gemeinde Las Rozas dem Sender TVE.
Nahe der Küstenstadt Valencia mussten wegen eines neuen Waldbrandes am Wochenende 15.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Insgesamt wurden damit landesweit rund 75.000 Einwohner oder Touristen evakuiert.
Durch den starken Wind könnten die Flammen weiter angefacht werden. Löschflugzeuge aus Italien und Portugal unterstützen die spanischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung der Brände.
Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach am Sonntag von „schwierigen“ Stunden, die vor den Einsatzkräften lägen. Gleichzeitig sagte er bei einem Besuch in der Provinz Ávila, die Nacht sei mit Blick auf den Brandverlauf, die Eindämmung der Flammen und die Löscharbeiten „sehr positiv“ verlaufen.
