Waldbrände in Spanien aktuell
: Die Uhr ticket - Ab heute erschwert neue Hitze die Löscharbeiten

Wie ist die Lage rund um die schweren Waldbrände in Spanien? Eine Karte zeigt, wo es aktuell in dem beliebten Urlaubsland noch brennt.
Von
Daniel Steiger
Madrid
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Waldbrände in Spanien: 28.07.2026, Spanien, Castellón: Ein Wasserflugzeug ist bei der Löschung des Brandes in Vall d’Uixó in Castellón im Einsatz. Foto: Ángel Sánchez/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Spanien aktuell: Ein Wasserflugzeug ist bei der Löschung des Brandes in Vall d’Uixó in Castellón im Einsatz.

Ángel Sánchez/EUROPA PRESS/dpa

Seit Wochen kämpfen Einsatzkräfte in Spanien gegen starke Waldbrände. Nach hoffnungsvollen Nachrichten zum Wochenbeginn, startet nun der Kampf gegen die Uhr. Wie ist die Brandlage in Spanien aktuell?

Waldbrände in Spanien: Karte zeigt, wo es aktuell brennt

Bei der Bekämpfung mehrerer verheerender Waldbrände feiern die Einsatzkräfte in Spanien erhebliche Erfolge. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einer Sitzung des Krisenstabs in Madrid. Dabei entwickeln die Löscharbeiten sich zu einem Rennen gegen die Uhr, denn der Wetterdienst Aemet hat für heute den Beginn der vierten Hitzewelle des Sommers im beliebten Urlaubsland angekündigt. Diese soll mindestens bis Sonntag anhalten. Temperaturen von bis zu 42 Grad sowie eine sinkende Luftfeuchtigkeit könnten die Arbeiten deutlich erschweren.

Die Waldbrände treffen vor allem die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo. Dort verwüsteten die Flammen zusammen bisher knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände allerdings deutlich verlangsamt.

Diese interaktive Karte zeigt die aktiven Waldbrände in ganz Spanien.

Nach Waldbränden: Zehntausende Bewohner dürfen in Häuser zurück

In diesen Gebieten rund um die spanische Hauptstadt waren ursprünglich rund 90.000 Menschen von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen. Das Innenministerium in Madrid gab aber nun eine Lockerung der Schutzmaßnahmen bekannt. Die Bewohner von 15 Ortschaften durften demnach schon am Dienstagabend in ihre Häuser zurückkehren. Zudem wurden für sechs weitere Ortschaften die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Davon profitieren insgesamt etwa 34.000 Menschen.

Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter. Im Gebiet Vall d'Uixó erfassten die Flammen bisher rund 10.000 Hektar. Dort waren insgesamt rund 16.000 Menschen evakuiert worden, viele konnten inzwischen aber zurückkehren.

Allein in Ávila wurde nach vorläufigen amtlichen Schätzungen eine Fläche von knapp 50.000 Hektar zerstört. Das entspricht rund 500 Quadratkilometern - fast der Fläche des Bodensees. Dieses Feuer ist damit das größte der jüngeren Geschichte Spaniens, das heißt seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1968.