Waldbrände in Frankreich
: 110.000 Menschen evakuiert - Karte zeigt, wo es aktuell in Südfrankreich brennt

In Frankreich sprechen die Behörden von einem Feuer „beispiellosen Ausmaßes“. Wie ist die Lage rund um die Waldbrände aktuell?
Von
Daniel Steiger
Bordeaux
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Waldbrand in Frankreich: 24.07.2026, Frankreich, Lacanau: Rauchwolken von den Waldbränden südöstlich des Badeortes Lacanau-Ocean (hinten, r) verdunkeln den Himmel, während sie über die Dünen am Nordstrand hinwegziehen. Foto: Jan Athmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Frankreich aktuell: Rauchwolken von den Feuern südöstlich des Badeortes Lacanau-Ocean verdunkeln den Himmel, während sie über die Dünen am Nordstrand hinwegziehen.

Jan Athmann/dpa

Im Süden Frankreichs brennt aktuell ein Feuer „beispiellosen Ausmaßes“. Vor den Flammen mussten mehr als 100.000 Menschen evakuiert werden. Wie ist die Lage aktuell?

Waldbrände in Südfrankreich - So ist die Lage aktuell vor Ort

Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs haben eine der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte des Landes ausgelöst. Besonders betroffen ist das südwestfranzösische Département Gironde rund um Bordeaux, wo die Flammen weiter außer Kontrolle sind. Wegen der heranrückenden Brände wurden dort bereits mindestens 110.000 Menschen in Sicherheit gebracht. In der Nacht zum Samstag ordneten die Behörden zudem vorsorglich die Räumung von weiteren Gemeinden am Rand der Großstadt Bordeaux an. Die Zahl der zusätzlich Betroffenen war zunächst unklar.

Nach Angaben des Innenministeriums mussten außerdem 31.000 Menschen im benachbarten Département Landes wegen der Brände ihre Häuser verlassen.

Eine Nasa-Karte zeigt die aktuellen Waldbrände in Südfrankreich und die Lage vor Ort.

Brände in Frankreich: Jetzt sollen Soldaten helfen

Angesichts der dramatischen Lage verstärkt Frankreich den Einsatz der Streitkräfte. Die Zahl der Soldaten, die die Feuerwehr bei den Löscharbeiten unterstützen, werde von 500 auf 1.000 erhöht, teilte Premierminister Sébastien Lecornu nach einer Sitzung des interministeriellen Krisenstabs mit. Zudem werden 1,5 Millionen FFP2-Masken in die Region Gironde geliefert, um Einsatzkräfte und Bevölkerung vor dem gesundheitsschädlichen Rauch zu schützen.

Nach Angaben der Präfektur Gironde hat der seit Mittwoch wütende Großbrand inzwischen rund 19.000 Hektar Fläche erfasst - eine Fläche größer als Paris. Etwa 100 Gebäude wurden demnach zerstört. Der beißende Rauchgeruch ist inzwischen bis in die Stadt Bordeaux vorgedrungen.

Die Behörden sprechen von einem Feuer „beispiellosen Ausmaßes“. Mehr als 1200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Da der Wind gedreht hat, breiten sich die Flammen nun nach Osten in Richtung des Ballungsraums von Bordeaux aus.

Auch in anderen Regionen Frankreichs, darunter im Département Var und auf der Insel Korsika, kämpfen Feuerwehrleute gegen weitere Brände.