Waldbrände in Deutschland: Karte zeigt die aktuelle Lage rund um die Feuer

Waldbrand im Hohen Venn: An der Grenze zu Deutschland kämpfen die Feuerwehren weiter gegen den größten Brand in der Geschichte Belgiens.
Nicolas Lambert/belga/dpaAn den vergangenen Tagen haben Waldbrände die Feuerwehren in mehreren Bundesländern beschäftigt. Wie ist die Lage rund um die Feuer aktuell?
Karte zeigt, wo es aktuell in Deutschland brennt
Nach dem Brand in einem Waldgebiet bei Schramberg im baden-württembergischen Landkreis Rottweil hat die Feuerwehr bei Nachlöscharbeiten am frühen Montagmorgen ein Glutnest gelöscht. Der aktuelle Einsatz sei beendet, das Gebiet werde aber weiter beobachtet und auch von Streifenpolizisten kontrolliert, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. In den kommenden Stunden oder Tagen sei durchaus mit dem Aufflammen weiterer Glutnester zu rechnen. Die wegen des Brandes eingerichteten Löschwasserentnahmestellen lasse man vorerst vor Ort, um im Zweifel nochmals eingreifen zu können.
Am Abend zuvor waren bis zum Einbruch der Dunkelheit mehr als 120 Einsatzkräfte und 37 Fahrzeuge im Einsatz gewesen. Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen und hatte sich in der Nacht deutlich ausgebreitet. Insgesamt waren mehrere Hundert Feuerwehrleute vor Ort. Nach Angaben eines Polizeisprechers brannten zwischenzeitlich rund zehn bis zwölf Hektar Waldfläche - etwa so viel wie 14 Fußballfelder.
Waldbrand in Belgien – So ist die Lage an der Grenze zu Deutschland
Unterstützt von leichtem Nieselregen kämpfen die Einsatzkräfte im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland weiter gegen einen der größten Waldbrände der belgischen Geschichte. Im Laufe des Tages sollte sich nach den Vorhersagen der Regen intensivieren, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, Franz-Karl Boden.
Anders als am Vortag befürchtet, gebe es bisher keinen ungünstigen West- oder Südwestwind, der das Feuer in Richtung deutsche Grenze treiben könnte, sagte Boden. Mit dem Tageslicht würden die Löscharbeiten wieder verstärkt. Dann könnten auch Hubschrauber wieder eingesetzt werden.
Ein dpa-Reporter berichtete von starker Rauchentwicklung im Grenzgebiet. Wegen der möglichen starken Rauchbelastung waren am Sonntagabend etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg evakuiert worden. Die meisten kamen laut Stadt bei Freunden oder Verwandten unter.
Am Montagabend war die Brandlinie nach Angaben der Feuerwehr Monschau rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt. „An der Situation hat sich nichts Grundlegendes geändert“, sagte Boden. In mehreren Schichten waren laut Feuerwehr insgesamt 240 deutsche Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz.
Was zeigt die Feuer-Karte?
Die oben eingebundene Karte von FireMap.live kombiniert unter anderem Daten des europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS mit Satellitendaten von NASA FIRMS. MODIS- und VIIRS-Satelliten können dabei Wärmequellen auf der Erdoberfläche erkennen und als sogenannte Hotspots darstellen.
Wichtig: Nicht jeder auf der Karte angezeigte Satelliten-Hotspot ist automatisch ein bestätigter Waldbrand. Satelliten erkennen zunächst ungewöhnlich hohe Wärmeabstrahlung. Deshalb können auf der Karte auch Punkte erscheinen, zu denen es noch keine bestätigte Brandmeldung der örtlichen Behörden gibt. Umgekehrt können kleinere oder durch Wolken verdeckte Brände zeitweise fehlen.
Die Karte eignet sich damit vor allem dazu, aktuelle Brandaktivitäten und mögliche neue Feuer schnell im Blick zu behalten. Für Warnungen, Evakuierungen und konkrete Gefahrenlagen sind weiterhin die Angaben der zuständigen Behörden und Feuerwehren maßgeblich.
(mit Material von dpa)
