Wal in der Ostsee aktuell
: Der Livestream heute - Wie geht es dem Buckelwal vor der Insel Poel?

Wie geht es dem Buckelwal in der Ostsee aktuell? Alles, über die heutige Lage und den Livestream gibt es hier im Text.
Von
Daniel Steiger
Wismar
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Rettungsaktion für den Buckelwal: 20.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Kirchdorf (poel): Der Buckelwal liegt wieder vor der Insel Poel und bläst Atemluft aus. Der bei Wismar gestrandeten Buckelwal hatte sich am Morgen freigeschwommen und hat sich mehrere Kilometer bewegt. Eine privaten Initiative versucht seit Tagen den Wal zu retten. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Foto vom Montag: Der Buckelwal liegt wieder vor der Insel Poel und bläst Atemluft aus.

Jens Büttner/dpa

Das Hoffen um den Buckelwal in der Ostsee geht weiter. Nachdem sich das tonnenschwere Tier am Montag mehrere Kilometer in Wismarer Bucht bewegt hatte, lag es später wieder über Stunden still. Wie geht es dem Wal heute?

Der Livestream zum Wal am Dienstag

Wal in der Ostsee - Was sind die aktuellen Entwicklungen?

Das Drama um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee geht auch am heutigen Dienstag weiter. Die Helfer hoffen, dass das tonnenschwere Tier nach einer nächtlichen Erholungspause erneut losschwimmt und den Weg aus der Kirchsee, einer flachen Bucht der Insel Poel nördlich von Wismar, findet. Sollte es mit dem erneuten Losschwimmen klappen, muss der Buckelwal nach dem Verlassen der Bucht in die richtige Richtung schwimmen - nach Nordwesten, zum offenen Meer hin. Mehrere Boote sollen ihm deshalb den Weg nach Osten, in Richtung Wismar, versperren. Dort war der Wal schon Anfang März im Hafenbecken gesehen worden.

Experte ist gegen weitere Rettungsversuche

Doch was, wenn das Tier sich nicht aus eigener Kraft befreit? Der Berliner Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter spricht sich gegen weitere Rettungsversuche aus. „Wir müssen jetzt endgültig einsehen, dass es für uns nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten“, sagte er. „Wir sollten ihm im Moment nur den größten Gefallen tun, indem wir ihn sein lassen.“

Die ruhende Position im flachen Wasser nimmt der Wal der Überzeugung des Experten nach immer wieder freiwillig ein, „weil er sich das Leben erleichtern will“. „Er liegt im Wasser, das trägt ihn, das heißt, er erdrückt sich nicht mit seinem eigenen Gewicht. Er muss nicht dafür sorgen, dass er an die Oberfläche kommt. Er braucht sich nicht bewegen, wenn er Schmerzen hat. Und er kann atmen, die ganze Zeit.“ Doch die Zeit drängt: Der Wasserstand sollte in der Nacht und am Dienstag sinken. Dem Meeresbiologen Boris Culik zufolge kann das für den rund zwölf Tonnen schweren Wal schlimme Folgen haben: „Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut. Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns.“ Es werde höchste Zeit, ihn von der Stelle weg zu bugsieren.