Wal in der Ostsee
: Aktueller Livestream - Was ist heute mit dem Buckelwal geplant?

Wie geht es dem gestrandeten Wal in der Ostsee? Alles zum Zustand und der Rettungsaktion gibt es hier im Livestream und im Text.
Von
Daniel Steiger
Wismar
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Weitere Entwicklung zum Buckelwal in der Ostsee: 22.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Der Buckelwal liegt in einer ausgespülten Wanne vor der Insel Poel (Aufnahme aus einem Flugzeug). Der vor drei Wochen bei Wismar gestrandete Buckelwal liegt weiterhin auf einer Sandbank fest. Eine privaten Initiative versucht seit Tagen, den Wal zu retten. Foto: Philip Dulian/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der gestrandete Wal in der Ostsee: Deutlich zu erkennen ist die ausgespülte Wann, in der der Buckelwal aktuell liegt.

Philip Dulian/dpa

Der Rettungsversuch des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee ist zuletzt ins Stocken geraten. Das Tier liegt seit Tagen regungslos in einer geschaffenen Kuhle. Was ist heute geplant? Alle Infos zum Wal in der Ostsee gibt es hier im Livestream und im Text.

Der Livestream zum Wal in der Ostsee

Rettungsversuch - Was heute geplant ist

Wie soll es mit dem vor Poel gestrandeten Buckelwal weitergehen? Den Wal mit Luftkissen anzuheben und mithilfe von Pontons und einer Plane abzutransportieren, komme jedenfalls nicht infrage, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwochabend bei einer Stellungnahme vor der Presse. „Wir müssen das Konzept überarbeiten.“

Die private Hilfsinitiative, die vor rund einer Woche vom Umweltminister grünes Licht für das Rettungskonzept erhalten hatte, war nicht wie geplant vor die Presse getreten. Sie arbeite unter Hochdruck an einer Überarbeitung des Plans, sagte Backhaus. Weitere Maßnahmen müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden. Im Zweifel könne das Land ein Veto einlegen.

Wegen der Sonneneinstrahlung sei der Meeressäuger zudem wieder mit Tüchern abgedeckt worden, hieß es von der Initiative. Demnach bot man dem rund zwölf Tonnen schweren Tier am Dienstag auch zweieinhalb Kilogramm Fisch an. Es habe aber nicht gefressen.

Experten empfehlen Ende der Rettungsversuche

Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) empfehlen eine möglichst ruhige und palliative Versorgung des Meeressäugers. Backhaus sieht sich dadurch bestätigt. „Diese Einschätzung deckt sich mit der wissenschaftlichen Bewertung, die von Anfang an Grundlage unseres Handelns war“, sagte er.

Ein wissenschaftliches Gutachten sei schon Anfang April zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Rettungsversuch nicht erfolgversprechend sei und erhebliche Risiken für das Tier berge. Auf dieser Grundlage hatte das Land entschieden, auf weitere aktive Eingriffe vorerst zu verzichten.

Warum schwamm der Wal in die Ostsee?

Große Wale sind in der flachen Ostsee nicht heimisch und können dort nicht dauerhaft leben. Warum der Buckelwal in das Binnenmeer schwamm und im buchtenreichen Küstenbereich immer wieder festkam, ist weiterhin unklar.