Wahl in Russland
: Warum Putin-Gegner Nadeschdin nicht antreten darf

Putin-Gegner Boris Nadeschdin darf nicht bei der Präsidentschaftswahl in Russland im kommenden Monat kandidieren. Was ist der Grund?
Von
Daniel Steiger
Moskau
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Boris Nadeschdin, ein liberaler russischer Politiker, darf wohl nicht bei den Präsidentschaftswahlen am 17. März gegen Wladimir Putin kandidieren.

Uncredited/AP/dpa

Jetzt ist es offiziell. Boris Nadeschdin darf nicht gegen Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahl in Russland vom 15. bis 17. März antreten. Was ist der Grund? Hier gibt es alle Infos.

Wahl in Russland: Warum Nadeschdin nicht antreten darf

Boris Nadeschdin darf eigenen Angaben zufolge nicht bei der Präsidentschaftswahl in Russland im kommenden Monat kandidieren. Die Wahlbehörde habe seine Kandidatur abgewiesen, erklärte der Putin-Gegner Nadeschdin am 8.2.2024 in Onlinediensten. Nadeschdin, ein Kritiker der russischen Offensive in der Ukraine, kündigte an, die Entscheidung vor Gericht anfechten zu wollen.

Schon vorab hatte Nadeschdin berichtet, dass die russische Wahlbehörde zahlreiche Unregelmäßigkeiten in seinen Bewerbungsunterlagen gefunden haben will. Eine Arbeitsgruppe der Zentralen Wahlkommission habe bei den von ihm am 31. Januar vorgelegten Unterschriften zur Unterstützung seiner Kandidatur „eine Fehlerquote von mehr als 15 Prozent“ festgestellt, erklärte der Kreml-Kritiker. Vor einer Woche hatte der liberale Oppositionspolitiker mehr als die notwendigen 100.000 Unterschriften bei der Zentralen Wahlbehörde eingereicht. Bei der Überprüfung ihrer Gültigkeit durch die Wahlkommission darf die Fehlerquote nicht mehr als fünf Prozent betragen.

(mit Material von dpa und AFP)