Vogel des Jahres 2027: Diese fünf Arten stehen zur Wahl

Wer wird "Vogel des Jahres" 2027?
NABU / Kolkrabe: Leander Khil; Kranich: BIA/Mario Suarez Porras; Mehlschwalbe: Dr. Christoph Moning; Trauerschnäpper: BIA/Walter Soestbergen; Wasseramsel: Frank Derer.Die Wahl zum „Vogel des Jahres 2027“ ist gestartet. Seit dem 8. September können Naturfreundinnen und Naturfreunde darüber abstimmen, welche Vogelart im kommenden Jahr besonders im Mittelpunkt stehen soll. Zur Wahl stehen diesmal der Trauerschnäpper, die Mehlschwalbe, die Wasseramsel, der Kolkrabe und der Kranich.
Bis zum 15. Oktober ist das digitale Wahlbüro geöffnet. Abgestimmt werden kann unter www.vogeldesjahres.de. Jeder der fünf Kandidaten steht dabei nicht nur für sich selbst, sondern auch für ein bestimmtes Anliegen des Natur- und Artenschutzes.
Die Aktion „Vogel des Jahres“ gibt es bereits seit 1971. Ins Leben gerufen wurde sie vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Während der Jahresvogel früher von Fachleuten bestimmt wurde, entscheidet inzwischen die Öffentlichkeit über den Titel.
Mit der Wahl wollen die Naturschutzverbände auf bedrohte Arten, schwindende Lebensräume und aktuelle Herausforderungen für den Vogelschutz aufmerksam machen. Das Konzept hat im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche ähnliche Aktionen hervorgebracht – vom „Baum des Jahres“ bis hin zu weiteren Tier- und Pflanzenarten, die jährlich besonders hervorgehoben werden.
Das Rebhuhn trägt den Titel 2026
Noch amtierender „Vogel des Jahres“ ist das Rebhuhn. Der stark gefährdete Feldvogel hatte die Wahl für 2026 gewonnen und im Januar den Hausrotschwanz abgelöst.
Das Rebhuhn lebt vor allem in offenen Agrarlandschaften, auf Äckern und anderen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Dort ist in den frühen Morgen- und späten Abendstunden gelegentlich der raue Ruf der Hähne zu hören. Doch der einst verbreitete Feldbewohner ist vielerorts selten geworden.
Seine Wahl zum Jahresvogel lenkt deshalb den Blick besonders auf den Zustand unserer Kulturlandschaft. Intensive Landwirtschaft, fehlende Rückzugsräume und der Verlust strukturreicher Flächen setzen dem Rebhuhn zu. Damit steht die Art stellvertretend für viele Tiere, deren Lebensraum eng mit einer vielfältigen und naturverträglichen Landwirtschaft verbunden ist.
Wer dem Rebhuhn 2027 nachfolgt, entscheidet sich nun zwischen fünf sehr unterschiedlichen Kandidaten: Trauerschnäpper, Mehlschwalbe, Wasseramsel, Kolkrabe und Kranich. Bis zum 15. Oktober können Interessierte ihre Stimme abgeben und damit zugleich ein Zeichen für den Schutz heimischer Vogelarten und ihrer Lebensräume setzen.
