Parlamentskreis Pferd Vier Hufe für den Wahlsieg: SPD setzt auf Reiter

Andrea Nahles hat ein Herz für Pferde.
Andrea Nahles hat ein Herz für Pferde. © Foto: Tobias Frick/dpa
Berlin / Amrei Groß 18.10.2018

Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis. Diese alte Grundregel politischen Handelns scheinen sich SPD und CDU in Zeiten von Wahlschlappe und Koalitionskrise wieder zu Herzen zu nehmen. Da Tiere immer gehen, planen Andrea Nahles (SPD), Dieter Stier, Alois Gerig (CDU) und Pascal Kober (FDP) offenbar einen „Parlamentskreis Pferd“. Im November wollen die vier Bundestagsabgeordneten die Zügel in die Hand nehmen und den Kreis gründen. Immerhin gibt es über 1,6 Millionen Reiter in Deutschland. Andrea Nahles plant gar eine federführende Beteiligung.

Das passt, spotten böse Zungen mit Blick auf den Absturz der Partei in Bayern. Schließlich gebe es im ehemals tiefschwarzen Freistaat mehr Pferde als SPD-Wähler. Und bekanntlich liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde, was vor der Wahl in Hessen nicht schaden kann. Ob die gebeutelten Sozialdemokraten deshalb mit einer Nasenlänge Vorsprung durchs Wahlziel gehen, bleibt allerdings abzuwarten: Parteiintern stößt die Idee zumindest auf Befremden. Ein SPD-­Ab­geordneter habe die Einladung für das Gründungstreffen gar für einen Satire-Gag der „heute-Show“ gehalten, berichtet dpa aus Frak­tions­kreisen. Dabei muss man das doch positiv sehen: Immerhin sind sich SPD und CDU wenigstens in dieser Sache einig. Da soll noch einer behaupten, die GroKo bekomme nichts auf die Reihe!

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