Bayern hat seine Corona-Regeln gelockert. Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, muss ab Mittwoch, 13.04., nur noch fünf Tage in Isolation. Für Kontaktpersonen entfällt die Quarantäne komplett.
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Quarantäne nach Corona: Das gilt jetzt in Bayern

Corona-Infizierte müssen in Bayern bereits von Mittwoch an nur noch fünf Tage in Isolation. Diese fünf Tage sind aber verpflichtend, nicht freiwillig. Das teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag (12.4.2022) mit. Ein Freitesten sei nicht mehr nötig, sofern die Infizierten mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Außerdem entfällt die Quarantäne für enge Kontaktpersonen vollständig. Bleiben die Symptome bestehen, müssen Infizierte weiterhin in Isolation bleiben.
„Die Isolation ist weiterhin verpflichtend - eine Corona-Infektion ist keine Privatsache“, sagte Holetschek. Bayern entwickle seine Corona-Strategie weiter und passe sie an die aktuelle Lage an. „Die Saison der akuten Atemwegsinfektionen nähert sich dem Ende, der Infektionsdruck sinkt, und die Krankenhausbelastung ist stabil“, sagte er. „Daher halten wir es für mehr als vertretbar, die Anordnung der Isolation auf fünf Tage zu verkürzen und die Quarantäne für enge Kontaktpersonen aufzuheben.“
Unterstützung erfährt Holetschek vom Präsidenten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Christian Weidner: „Bestehen nach fünf Tagen noch akute Symptome wie Fieber oder Husten, ist noch von einer Ansteckungsfähigkeit auszugehen. Klingen die Symptome ab, ist es aus fachlicher Sicht geboten, noch 48 Stunden zu warten, bis die Isolation endgültig beendet werden kann.“

Quarantäne in Bayern: Das gilt für Pflegepersonal

Von der verkürzten Quarantäne ausgenommen werden Mitarbeiter im Pflegesektor und in Kliniken. Sie können erst wieder arbeiten, sobald ein negatives Testergebnis vorliegt – egal ob PCR- oder Antigentest. Gleichzeitig appellierte Holetschek, sich weiter verantwortungsvoll zu verhalten: „Das heißt, wir empfehlen deshalb, nach Isolationsende noch eine Zeit lang eine Maske zu tragen und Kontakte zu reduzieren.“

Kommt die freiwillige Quarantäne ab Mai?

In der vergangenen Woche wurden zunächst Pläne der Bundesregierung bekannt, die Quarantäne ab Mai generell freiwillig zu machen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zog diese Ankündigung inzwischen wieder zurück und bezeichnete sie als „klaren Fehler“.
Holetschek betonte nun: „Wir wollen die Eigenverantwortung der Menschen stärken. Lässt der Infektionsdruck weiterhin nach, soll im Rahmen einer zweiten Stufe die Isolation freiwillig werden.“ Diesen Übergang wolle man gestalten und die Menschen mitnehmen. Auf der Gesundheitsministerkonferenz am 25. April wolle man dies noch einmal intensiv beraten „und möglichst einen Zeitplan zum weiteren Vorgehen entwickeln, ab wann die Isolation nicht mehr verpflichtend ist“.