Verkehrsunfälle
: Die gefährlichste Straße Deutschlands liegt in NRW

Jährlich ereignen sich auf den Straßen in Deutschland mehrere Millionen Verkehrsunfälle. Auf welchen Straßen in Nordrhein-Westfalen kommt es im Verkehr am häufigsten zu Personenschaden?
Von
Lena Angerer,
David Hahn
Düsseldorf
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Niedrigwasser am Rhein in Düsseldorf: 21.05.2025, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Die Sonne spiegelt sich in einer Pfütze auf der Kiesbank am Rheinknie. Der Rhein führt aufgrund der anhaltenden Trockenheit Niedrigwasser. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Obwohl Düsseldorf nach Köln die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen ist, tauchen Düsseldorfs Straßen in der Auswertung der Allianz zu den elf gefährlichsten Straßen in dem Bundesland nicht auf.

Oliver Berg/dpa

In ganz Deutschland kam es 2023 zu 291.890 Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Auf welcher Straße ereigneten sich dabei in Nordrhein-Westfalen die meisten Unfälle?

Verkehrsunfälle in Deutschland

Laut dem Statistischen Bundesamt nahm die Anzahl von 2021 bis 2023 tendenziell zu. Im Jahr 2024 erfolgte ein leichter Rückgang. Die Zahlen bleiben bislang niedriger als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Hier gibt es die gesamte Anzahl der Unfälle als Übersicht:

  • 2021: 2.314.938, mit Personenschaden 258.987
  • 2022: 2.406.465, mit Personenschaden 289.672
  • 2023: 2. 519. 525, mit Personenschaden 291.890
  • 2024: 2. 507. 790, mit Personenschaden 289.334

Fast zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich in allen Jahren innerorts (176.948 - 203.260 Fälle). Außerorts auf Autobahnen kam es zu 65.632 bis 69.544 Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Auf Autobahnen belief sich die Anzahl pro Jahr auf 16.407 bis 19.360.

Verkehrsunfälle pro Kopf: Bundesländer im Vergleich

Entlang der Bundesländer kommt es zu Unterschieden bei der Anzahl der Verkehrsunfälle. Hier gibt es die Unfälle pro Kopf 2023 (pro 1000 Einwohner) in den deutschen Bundesländern laut Allianz auf einen Blick:

Unter der Woche kam es 2023 in Deutschland an allen Tagen zu mehr Verkehrsunfällen als jeweils am Samstag oder Sonntag. Die Häufigkeit könnte mit der Verkehrsdichte zusammenzuhängen. Die häufigste Unfallursache war dabei mit 52.307 registrierten Fällen das Abbiegen, Wenden oder Einfahren in den Verkehr.

Nordrhein-Westfalen: Die gefährlichste Straße im Bundesland

In Nordrhein-Westfalen ereigneten sich im Jahr 2023 59.917 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, 411 davon endeten tödlich. In der Statistik schneidet nur Bayern mit 453 tödlichen Unfällen noch schlechter ab. Allianz schließt aus ihrer Auswertung, „dass in bevölkerungsreichen und wirtschaftlich starken Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Bayern, wo viele Menschen täglich pendeln, ein höheres Risiko für Verkehrsunfälle besteht.“

Allianz hat die elf Straßen aufgelistet, in denen es in Nordrhein-Westfalen am häufigsten krachte. Trauriger Spitzenreiter ist dabei die Trierer Straße in Aachen. 63 Mal kamen bei Verkehrsunfällen Personen zu Schaden, 52 Menschen wurden leicht verletzt, 11 schwer. Glücklicherweise starb keine Person. Mit rund 5,5 Kilometern Länge führt die Trierer Straße von Südosten nach Aachen hinein und ist eine wichtige Verbindungsstraße. Sie ist in der Auswertung der Allianz die gefährlichste Straße Deutschlands. Weitere Unfall-Hotspots waren 2023 die Hammer-Straße (Münster), die Kalker Hauptstraße (Köln) und der Ruhrschnellweg (Essen) mit jeweils zwischen 54 und 59 Unfällen.

Die elf gefährlichsten Straßen Nordrhein-Westfalens hinsichtlich der Häufigkeit an Verkehrsunfällen mit Personenschaden laut Allianz als Liste:

  • Trierer Straße (Aachen): 63 Verkehrsunfälle, 52 leichte Verletzungen, 11 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Hammer Straße (Münster): 59 Verkehrsunfälle, 55 leichte Verletzungen, 4 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Kalker Hauptstraße (Köln): 55 Verkehrsunfälle, 50 leichte Verletzungen, 5 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Ruhrschnellweg (Essen): 54 Verkehrsunfälle, 47 leichte Verletzungen, 7 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Dorstener Straße (Bochum): 43 Verkehrsunfälle, 36 leichte Verletzungen, 7 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Aachener Straße (Köln): 42 Verkehrsunfälle, 36 leichte Verletzungen, 6 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Eckendorfer Straße (Bielefeld): 39 Verkehrsunfälle, 36 leichte Verletzungen, 3 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Vaalser Straße (Aachen): 38 Verkehrsunfälle, 36 leichte Verletzungen, 2 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • A 1 (Schwerte): 37 Verkehrsunfälle, 26 leichte Verletzungen, 11 Schwerverletzte, 0 Todesopfer
  • Westfalendamm (Dortmund): 37 Verkehrsunfälle, 36 leichte Verletzungen, 1 Schwerverletzter, 0 Todesopfer
  • A 59 (Duisburg): 37 Verkehrsunfälle, 34 leichte Verletzungen, 3 Schwerverletzte, 0 Todesopfer