Vereitelter Terroranschlag: Flydubai-Copilot wollte wohl Flugzeug auf Tel Aviver Flughafen abstürzen lassen

Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte das Flugzeug laut US-Medien auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen (Symbolbild).
Ohad Zwigenberg/AP/dpa- Flydubai-Copilot soll Maschine auf Flughafen Ben Gurion stürzen wollen – Ermittlungen laufen.
- US-Medien berufen sich auf US-Beamte und israelische Quellen, Ziel wohl Ben Gurion.
- Copilot griff den Piloten mit einer Rettungsaxt an, Passagiere überwältigten ihn.
- Ersatzcrew landete die abgesackte Maschine in Tabuk, der Copilot stammt laut Israel aus Oman.
- USA prüfen mögliche Iran-Beteiligung: Vizepräsident sieht nichts Eindeutiges, Trump bejaht.
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Der Copilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte das Flugzeug laut US-Medien auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stürzen lassen. Das berichtet unter anderem der US-Sender ABC News unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte und eine mit den Ermittlungen vertraute israelische Quelle.
Dem Radiosender NPR liegen ähnliche Informationen aus einer noch laufenden Untersuchung zu dem Vorfall vor. Es werde davon ausgegangen, dass der Copilot wahrscheinlich allein gehandelt habe, zitiert NPR eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle.
Ziel wohl Flughafen Ben Gurion
Auch der US-Sender CNN berichtet, dass es der mutmaßliche Angreifer wahrscheinlich auf den Flughafen Ben Gurion abgesehen habe. Er stützt sich dabei auf einen israelischen Beamten und eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle.

Ein Ersatzflugzeug von Flydubai landet auf dem Flughafen Ben Gurion.
Gil Cohen-Magen/dpaDemnach halten die Vereinigten Arabischen Emirate, die die Ermittlungen eingeleitet haben, Israel über den Stand der Untersuchungen auf dem Laufenden. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es gebe noch offene Fragen hinsichtlich der Absichten des mutmaßlichen Angreifers, hieß es.
Was bislang zu der Gewalttat bekannt ist
Der Flug war am vergangenen Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf den Piloten kam. Nach emiratischen Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk. Der Copilot wurde in die Emirate gebracht und stammt israelischen Angaben zufolge aus dem Oman.
Israel und die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten gehen von einem versuchten Terroranschlag aus. Der Copilot habe versucht, die Kontrolle über das Flugzeug zu übernehmen, berichtete jüngst die emiratische Nachrichtenagentur Wam unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft.
US-Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass der Copilot wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden sei. Das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann vom Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war er islamistisch indoktriniert.
Was US-Vertreter zur Rolle des Irans sagen
US-Vizepräsident JD Vance sagte auf die Frage einer Reporterin nach einer möglichen Beteiligung des Irans, dass dies untersucht werde. Bislang habe er dazu aber nichts Eindeutiges gesehen.
US-Präsident Donald Trump bejahte die Frage, ob er denke, dass der Iran für den Vorfall verantwortlich sei, am Montag dagegen. Er persönlich glaube das, sagte er vor Reportern.
Bereits vor Tagen hatte Trump auf die Frage zu einer Beteiligung des Irans gesagt: „Auf Grundlage dessen, was ich höre, würde ich sagen: Ja.“ Zugleich schränkte er damals aber ein, die Sache werde derzeit noch untersucht.