Verdächtiger nach Flucht gefasst
: Grundschüler geht in Berlin mit Messer auf Mitschüler los

Mit einer Stichwaffe soll der 13-Jährige seinen Mitschüler lebensgefährlich verletzt haben. Nach ihm wurde mit Spürhunden gesucht.
Von
dpa
Berlin
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Messerangriff auf Schüler an Grundschule in Berlin-Spandau

An dieser Schule in Berlin ereignete sich am Donnerstag (22.05.2025) die Bluttat. Ein 13-Jähriger griff laut Polizei einen Mitschüler mit einem Messer an.

Julius-Christian Schreiner/dpa
  • Ein 13-Jähriger verletzte einen Mitschüler in Berlin lebensgefährlich mit einem Messer.
  • Der Täter wurde in Spandau gefasst und ist wegen seines Alters nicht strafmündig.
  • Der Junge wird ärztlich behandelt und einer Pflegestelle zugewiesen.
  • Ein fremdenfeindliches oder religiöses Motiv wird ausgeschlossen; beide Kinder sind Deutsche.
  • Ein ähnlicher Messerangriff ereignete sich am selben Tag in Nordrhein-Westfalen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem lebensgefährlichen Angriff auf einen 12-Jährigen an einer Berliner Grundschule ist der mutmaßliche Täter gefasst. Der 13-Jährige befindet sich in Polizeigewahrsam, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Junge wurde in der Altstadt Spandau von Polizisten angetroffen, teilte die Polizei am Freitag (23.05.2025) mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Die Polizei hatte zuletzt mit Fotos nach dem Jungen gesucht. Der 13-Jährige soll seinen Mitschüler in einer Grundschule in Berlin-Spandau am Donnerstagvormittag unvermittelt mit einem Messer angegriffen haben. Danach flüchtete er. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht und dort sofort operiert. Sein Zustand ist nach Polizeiangaben stabil.

Eltern geben Vermisstenanzeige auf

Der mutmaßliche Täter wurde von der Vermisstenstelle im Landeskriminalamt gesucht. Seine Eltern hatten eine Vermisstenanzeige aufgegeben, da ihr Sohn nicht zu Hause erschienen war. Die Polizei stehe in engem Kontakt mit den Eltern, sagte ein Polizeisprecher. 

Dem 13-Jährigen droht wegen seines Alters keine Strafe. Der Junge ist nach dem Gesetz nicht strafmündig. Mutmaßlich werde er zunächst ärztlich behandelt, hieß es von der Polizei. Im weiteren Verlauf werde er wohl einer geeigneten Pflegestelle zugewiesen.

Ein fremdenfeindliches oder religiöses Motiv wurde ausgeschlossen, beide Kinder seien deutsche Staatsangehörige, hieß es. Der mutmaßliche Täter habe offenkundig ein Aggressionsproblem, sonst wäre das nicht geschehen, sagte der Polizeisprecher. „Es gibt keinerlei Erkenntnisse darüber, warum er das gemacht hat. Er hat eben einfach plötzlich mit der Stichwaffe zugestochen und ist danach abgehauen“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. 

Kurz nach dem Messerangriff in Berlin hatte es am Donnerstag einen Polizeieinsatz wegen einer ähnlichen Tat in Nordrhein-Westfalen gegeben. Ein 11-jähriger Schüler soll sich in Remscheid gegen den Angriff eines 13-jährigen Mitschülers mit einem Messer gewehrt haben. Anschließend sei der Elfjährige geflüchtet, habe aber im Rahmen einer Fahndung schnell aufgegriffen werden können.