VAG-Streik in Nürnberg: Notfahrplan veröffentlicht - Diese Linien fahren Freitag und Samstag trotzdem

Verdi hat den nächsten Streik im Nahverkehr in Nürnberg angekündigt. Wann und wo kommt es zu Ausfällen?
Daniel Karmann/dpaVerdi hat zu einem Warnstreik im ÖPNV in Nürnberg aufgerufen. Welche Verbindungen fallen aus und welche Linien verkehren weiterhin?
Streik in Nürnberg aktuell: Nahverkehr am Freitag und Samstag betroffen
Am Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) kommt es aufgrund eines von Verdi ausgerufenen zweitägigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen zu massiven Einschränkungen im Nürnberger Nahverkehr. Der Warnstreik beginnt um 4.00 Uhr und dauert 48 Stunden an.
Die U-Bahn-Linien, Straßenbahnlinien und die regulären Buslinien sind von dem Warnstreik betroffen und verkehren nicht. Auch das reguläre NightLiner-Angebot Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag entfällt.
ÖPNV in Nürnberg: Welche Linien fahren trotz Streik?
Statt des regulären Fahrplans wird ein Ersatzangebot auf Basis des NightLiner-Netzes eingerichtet. Insgesamt verkehren 16 Buslinien, die sternförmig vom Nürnberger Hauptbahnhof in alle Richtungen starten. Weitere Informationen dazu teilt die VAG mit genauen Fahrplänen und mehr hier auf ihrer Webseite.
Welche weiteren Alternativen gibt es?
Die Deutsche Bahn streikt diese Woche nicht. Fahrgäste können prüfen, ob Teile der Strecken mit Regionalzügen zurückgelegt werden können. S-Bahnen sind ebenfalls nicht betroffen. Wer nicht aufs Fahrrad umsteigen kann oder möchte, kann auf Taxis oder Fahrdienste zurückgreifen, die neben Autos auch E-Roller und Leihfahrräder anbieten. Zudem können Carsharing-Dienste und Fahrgemeinschaften als weitere Optionen zur Verfügung stehen.
Warum wird in Nürnberg erneut gestreikt?
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Mit Material der dpa
