Noch ein letztes Mal in 2021 richtig Sonne tanken und am Strand liegen: Davon kann man beim kalten und verregneten Wetter in Deutschland nur träumen. Die Herbstferien aber ermöglichen einen Urlaub im Oktober und November. In Berlin und Brandenburg haben die Ferien schon begonnen, in Hamburg sind sie fast wieder vorbei. Bayern und Baden-Württemberg hingegen starten erst im November in die Herbstferien. Wohin soll die Reise gehen?
  • Wo ist es im Oktober und November noch warm und sonnig?
  • Wie ist das Wetter in Europa und der Welt im Herbst?
  • Welche Corona-Regeln gelten für die Einreise nach Thailand, Griechenland, auf den Kanaren und mehr?
  • Alle Infos zu Reisen und Urlaub im November 2021 hier.

Urlaub im November in Europa – Wo ist es warm und sonnig?

Die Herbstferien rücken in den meisten deutschen Bundesländern näher oder haben sogar schon begonnen. Viele sehnen sich nach Sonne und Wärme. In welchen europäischen Ländern ist es auch im November noch warm? Die Liste mit Durchschnittstemperatur im November:
  • Lanzarote und die anderen Kanaren (Durchschnitt: 23 Grad)
  • Azoren (Durchschnitt: 16 bis 22 Grad)
  • Madeira (Durchschnitt: 15 bis 22 Grad)
  • Malta (Durchschnitt: 15 bis 20 Grad)
  • Zypern (Durchschnitt: 22 bis 24 Grad

Kanaren-Urlaub im November: Auch im Herbst über 20 Grad

Aus Deutschland zieht es im Herbst und Winter viele Urlauber auf die kanarischen Inseln wie Lanzarote, Fuerteventura oder Gran Canaria. Der Grund: Die Kanaren werden oft auch als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet. Das Wetter ist fast immer gut. An fast 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne, auf Gran Canaria sogar an 320 Tagen im Jahr. Lanzarote und Fuerteventura, die am nächsten an Afrika liegen, sind tendenziell die wärmsten Inseln der Kanaren. Alle Infos zu den Reiseregeln auf die spanischen Inseln im folgenden Artikel:

Urlaub im November 2021: Wetter, Sonne, Wärme – Kapverden und Hawaii

Wer es richtig warm haben möchte, kann sich auch für eine Fernreise entscheiden. Kapverden beispielsweise gehört zu Portugal und ist daher für Touristen geöffnet. Thailand und die USA öffnen allerdings auch im November für Urlauber aus Deutschland. Ein Überblick:

Kapverden

Die Inselgruppe der Kapverden liegt vor der afrikanischen Westküste, besteht aus 15 Inseln – uns ist dennoch eines der kleinsten Länder der Welt. Im 15. Jahrhundert haben die Portugiesen die Inseln entdeckt. Später, im Jahr 1975, wurde Kapverden dann aber eine unabhängige Republik. Das Land ist ein Mix aus afrikanischer Kultur und portugiesischem Flair. Im November beträgt die Durchschnittstemperatur 22 bis 28 Grad.

Hawaii und USA

Ab November dürfen deutsche Touristen auch wieder in die USA reisen. Das ermöglicht einen Urlaub auf der beliebten Insel Hawaii. Ob wandern, Kultur erleben oder Baden – auf Hawaii ist das im November möglich. Die durchschnittliche Temperatur im November liegt bei 21 bis 29 Grad.

Thailand Urlaub 2021: Ab November sind Reisen in die Sonne möglich

Jetzt ist es sicher: Deutsche Urlauber dürfen ab dem 1. November wieder quarantänefrei nach Thailand reisen, sofern sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Es ist ein Freudentag für alle Fernreisenden, denn in Thailand herrschen von November bis Februar Temperaturen zwischen 21 und 30 Grad. Welche Corona-Regeln für die Einreise gelten, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Urlaub in Griechenland und auf Zypern im November – Wetter und Regeln

Selbst der Winter in Griechenland ist deutlich milder als in Deutschland. Athen gilt als eine der wärmsten Hauptstädte in Europa. Von November bis März herrschen dort tagsüber durchschnittlich 15 Grad. Auch auf den griechischen Inseln ist das Wetter im Winter sehr mild. Es gelten allerdings folgende Corona-Regeln:
Vor der Einreise nach Griechenland geben die Besucher auf einer Website (travel.gov.gr) ihre Daten ein und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren. Zypern stuft Deutschland in der roten, also stark betroffenen Kategorie ein. Das bedeutet für alle Einreisenden, die nicht nachweislich geimpft oder genesen sind, dass sie sowohl vor als auch nach der Einreise jeweils einen Test machen und diesen auch selbst bezahlen müssen. Zudem muss spätestens 48 Stunden vor der Einreise auf einer Website (cyprusflightpass.gov.cy) der „Cyprus Flight Pass“ beantragt und während des Urlaubs stets mitgeführt werden.

Corona-Regeln für den November-Urlaub in Europa

Wer im Herbst verreisen will, muss in der Corona-Pandemie selbst in Europa allerdings weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Was gilt wo in den beliebtesten Urlaubsländern Europas – neben Griechenland und Zypern – aktuell?

Frankreich im Herbst: Nachweis gefordert

Restaurants, Kinos, Museen und Sporthallen sind in Frankreich geöffnet. Zutritt gibt es aber nur mit Impf-, Test- oder Genesungsnachweis, auch bei den Außenbereichen. Ein solcher Nachweis ist auch Voraussetzung für Fahrten mit dem Reisebus oder dem Fernzug. Für die Einreise aus Europa braucht es ebenso einen Impfnachweis oder einem negativen PCR- oder Schnelltest. Auch für die Rückreise nach Deutschland muss ein Nachweis erbracht werden. Corona-Tests sind für Ausländer nicht mehr gratis. Die Infektionszahlen sinken in Frankreich weiter.

Italien mit „Grünem Pass“

Die Infektionslage in Italien ist zufriedenstellend, keine Region gilt als besonders gefährdet, Reisen ist uneingeschränkt möglich. Voraussetzung für den Zugang zum öffentlichen Leben – etwa zu Restaurants, Museen, Theater – ist ein „Grüner Pass“, also eine Bescheinigung über Impfung, Genesung oder Negativtest. Der QR-Code der auch in Deutschland benutzten EU-Corona-App wird anerkannt. Bei der Einreise ist eine Online-Anmeldung auszufüllen, mit dem EU-Zertifikat sind keine Quarantänemaßnahmen nötig. Vielerorts, etwa in Zügen, Bussen oder Geschäften, herrscht eine Maskenpflicht. Bei der Rückreise aus Italien verlangt Deutschland den Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines gültigen Corona-Tests.

Spanien und Portugal: Corona-Lage entspannt

In den bei den Deutschen sehr beliebten Urlaubsländern ist die Corona-Lage weiterhin entspannt. Die Infektionszahlen sind deutlich niedriger als in Deutschland. In Portugal lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt unter 50. In Spanien lag der Wert sogar nur noch bei 21,75. In Deutschland war er zuletzt fast drei Mal so hoch. Die Impfquoten sind zudem mit die höchsten in Europa. Der Anteil der vollständig geimpften Bürger wurde von den Behörden in Spanien zuletzt mit 77,5 Prozent angegeben, in Portugal wurde diese Woche sogar die 84-Prozent-Marke übertroffen. Bei der Einreise auf dem Luft- oder Seeweg müssen für beide Länder noch elektronische Reiseanmeldungen ausgefüllt werden. Und alle Menschen ab zwölf Jahren müssen einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Wer den nicht hat, ist verpflichtet, einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorzuweisen.

Mallorca und Balearen sind mit Partys zurück

Im Zuge der positiven Entwicklung gibt es in beiden Ländern nur noch wenige Beschränkungen, die immer weiter gelockert werden. Auf Mallorca darf zum Beispiel ab Freitag nach gut eineinhalb Jahren wieder in den Discos und Clubs getanzt werden. Allerdings muss man dabei vorerst noch Mund- und Nasenschutz tragen. Und beim Einlass muss man per Covid-Pass nachweisen, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Maskenpflicht herrscht sowohl in Spanien als auch in Portugal weiterhin in den meisten öffentlichen Innenräumen sowie im Nah- und Fernverkehr. Hier und da gibt es auch noch Einschränkungen bei der Auslastung der Innenräume von Gaststätten. Vor allem beim Besuch von Bars und Diskotheken muss in Portugal und in einigen Regionen Spaniens ein digitales Covid-Zertifikat vorgelegt werden.

Kroatien hat strengere Corona-Regeln

Von Touristen wird eine Bescheinigung verlangt, die belegt, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten und Cafés dürfen auch in ihren Innenbereichen bewirten, aber nur an den Tischen, zwischen denen Abstände eingehalten werden. An öffentlichen Versammlungen darf nur eine bestimmte Anzahl an Menschen teilnehmen. Zuletzt stiegen die Ansteckungszahlen. Aus deutscher Sicht gilt das Land jedoch - im Gegensatz zum Nachbar- und Transitland Slowenien - nicht als Hochrisikogebiet.

Großbritannien mit höchster Infektionsrate

Trotz einer der höchsten Infektionsraten in ganz Europa sind in Großbritannien Clubs, Theater, Pubs und Stadien geöffnet. Im größten Landesteil England ist zudem nirgendwo ein Nachweis über Impfungen gefragt. Für Einreisende – auch für vollständig Geimpfte – ist allerdings weiterhin ein PCR-Test spätestens am zweiten Tag nach Ankunft vorgeschrieben, die Kosten dafür liegen bei mindestens 50 Pfund (58 Euro) pro Person. Im Laufe des Oktobers sollen die Regeln gelockert werden, dann soll auch ein günstigerer Schnelltest ausreichen. Für die Rückreise nach Deutschland gilt die 3G-Regel: Ein Nachweis über vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen negativen Test.

Schweiz verlangt Corona-Zertifikat

Die Schweiz verlangt vielerorts ein Corona-Zertifikat, das eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweist. Jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, muss bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen - unabhängig davon, ob er mit dem Flugzeug oder Auto über die Grenze will. Zudem müssen alle Touristen ein Einreiseformular mit Kontaktdaten ausfüllen. Wer nicht geimpft, genesen oder negativ getestet ist, kommt nicht mehr in Restaurant-Innenräume, Museen und Veranstaltungen. Das EU-Zertifikat wird anerkannt. Die Infektionszahlen sinken zwar seit Wochen, liegen aber deutlich höher als in Deutschland.

Österreich hat 3G-Regel eingeführt

Für die Einreise gilt nach wie vor die 3G-Regel. Auch in Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen muss man nachweisen können, dass man vollständig geimpft, genesen oder regelmäßig getestet ist. Allerdings haben es Geimpfte leichter: Sie müssen nur in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2-Masken tragen. Für Ungeimpfte gilt die Maskenpflicht auch in allen anderen Geschäften und Kultureinrichtungen. Wien ist strenger: Die 3G-Regel gilt ab sechs Jahren, im Rest des Landes ab zwölf. Bei Großveranstaltungen in der Hauptstadt sind nur Geimpfte und Genesene zugelassen (2G). Die Sieben-Tage-Inzidenz ist mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

Dänemark hat Beschränkungen aufgehoben

Deutschlands nördlichster Nachbar hat der Pandemie mit hohen Impfraten nach eigenen Angaben den Zahn gezogen und am 10. September alle im Land geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Das Leben in Dänemark fühlte sich schon zuvor fast beschränkungsfrei an, eine Maskenpflicht gab es schon seit längerem nicht mehr. Dem Herbsturlaub im Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste oder der Städtereise nach Kopenhagen steht also derzeit kaum etwas im Weg. Einzig bei der Einreise sollte man sich informieren, was die Dänen von Urlaubern erwarten. Aktuell muss man als Reisender aus Deutschland einen Corona-Test vorzeigen. Für Kinder, Geimpfte und Genesene gilt das nicht.

Niederlande: Normales Leben wieder möglich

In den Niederlanden wurden bereits so viele Maßnahmen aufgehoben oder gelockert, dass das Leben fast wieder normal verläuft. So gilt zum Beispiel die 1,5-Meter-Regel nicht mehr. Dafür muss man aber vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur- und Sportveranstaltungen mit einem Corona-Pass nachweisen, dass man geimpft, getestet oder genesen ist. Das gleiche gilt für die Einreise aus Deutschland. Der digitale Nachweis der EU wird anerkannt. Eine Maskenpflicht gilt nur noch für Bus, Bahn und Flughäfen.