Für Deutsche ist der Holland-Urlaub weiter möglich. Amsterdam hat aber Touristen aufgerufen, freiwillig auf Besuche am Wochenende zu verzichten - aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben, so die Stadt.
Touristen, die bereits in der Stadt sind, werden in den sozialen Medien aufgerufen, die Corona-Regeln zu beachten und Gedränge in der Stadt zu meiden. In Geschäften im Rotlichtviertel darf das ganze Wochenende lang kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot gilt nicht für Kneipen und Restaurants.

Diese Regeln gelten für Urlauber in den Niederlanden

Der Zustrom von Touristen vor allem aus Deutschland, Belgien und Frankreich aber auch von Niederländern hat so zugenommen, dass im Zentrum der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist im öffentlichen Leben Pflicht, also auch in Geschäften und an Stränden.
Die niederländischen Städte Amsterdam und Rotterdam haben am Donnerstag eine Maskenpflicht für belebte öffentliche Orte angeordnet. Die Regelung gilt für alle Menschen, die 13 Jahre und älter sind. Von den Maßnahmen betroffen ist auch das bekannte Rotlichtviertel in Amsterdam.
Erst am Mittwoch hatte der Corona-Krisenstab der niederländischen Regierung eine landesweite Maskenpflicht abgelehnt und die Entscheidung den Kommunen überlassen.
In öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Land gilt ebenfalls eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen.
Laut dem Auswärtigen Amt ist das Königreich der Niederlande von Covid-19 mäßig betroffen. Regionale Schwerpunkte waren bisher Noord-Brabant, Zuid-Holland und Noord-Holland.
Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Die Einreise für Reisende aus Deutschland ist uneingeschränkt möglich.
Generell gilt, dass Reisende aus Ländern, deren Gesundheitsrisiko gleich oder niedriger als das der Niederlande eingestuft ist, einreisen können. Deutschland ist als gleich eingestuft.

Das sind die Corona-Beschränkungen in Holland

  • Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert.
  • Strände sind geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten.
  • Mögliche Einschränkungen bei Unterkünften sollten direkt dort erfragt werden.

So ist die aktuelle Corona-Situation in den Niederlanden

In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Niederlanden wieder gestiegen. Laut der Johns Hopkins Universität sind in dem Land aktuell (Stand 3. August 2020) 55.408 Infektionen registriert. Die Zahl der Corona-Toten wird mit 6169 angegeben.

Ansturm an den Stränden von Zandvoort erwartet

Bei tropischen Temperaturen hat es einen Ansturm auf Strände in den Niederlanden gegeben. Die Bahngesellschaft NS warnte am Freitag in einem ungewöhnlichen Aufruf Reisende, nicht in Richtung des westlich von Amsterdam gelegenen Badeorts Zandvoort zu fahren. „Verschieben Sie Ihren Besuch und fahren Sie jetzt nicht mit dem Zug dorthin“, teilte die Bahngesellschaft via Twitter mit. Zandvoort und andere Badeorte sind auch bei deutschen Touristen beliebt.
Behörden wiesen Erholungssuchende auf überfüllte Parkplätze in Zandvoort, Hoek van Holland und anderen Küstengemeinden hin und rieten ebenfalls von Reisen ab, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. In dem Land wurden Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen.