Unwettergefahr steigt
: Karte zeigt, wo heute Gewitter drohen

Nach einem vielerorts warmen bis heißen Tag nimmt die Gewittergefahr zu. Besonders im Westen und Südwesten sowie später in Teilen Norddeutschlands können kräftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen auftreten.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Sonnenblumen vor dunklen Regenwolken - Wetter: ARCHIV - 07.07.2025, Brandenburg, Jacobsdorf: Sonnenblumen blühen auf einem Feld, während dunkle Regenwolken über die Landschaft ziehen. 
 (zu dpa: «Wetterdienst sagt weiterhin Schauer und Gewitter voraus») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unwettergefahr in Deutschland: Wo heute Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen. Die aktuelle DWD-Wetterprognose für Donnerstag und Freitag im Überblick.

Patrick Pleul/dpa

Am Donnerstagabend steigt das Unwetterrisiko zunächst im Westen und Südwesten Deutschlands. In der Nacht zum Freitag breiten sich kräftige Schauer und Gewitter bis etwa zur Elbe aus. Im Nordwesten ist auch mehrstündiger gewittriger Regen möglich. Östlich der Elbe und im Südosten bleibt es dagegen zunächst meist trocken. Dort kann die Nacht noch längere Zeit locker bewölkt verlaufen.

Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich

Die Gewitter können lokal mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen einhergehen. Besonders im Westen und Südwesten sind örtlich unwetterartige Entwicklungen möglich. Der Deutsche Wetterdienst schließt heftigen Starkregen und schwere Sturmböen nicht aus. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen können in der Nacht Starkregenmengen von etwa 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde auftreten. Auch schwere Sturmböen um 100 km/h sind dort lokal nicht ausgeschlossen.

Freitag bringt den Wetterumschwung

Am Freitag weiten sich die Gewitter voraussichtlich auf weitere Landesteile aus. Bereits am Vormittag sind im Süden kräftige Gewitter möglich. Ab den Mittagsstunden auch in anderen Regionen. Schwerpunkte der Unwettergefahr liegen nach DWD-Angaben im Süden und in der Nordwesthälfte. Neben Starkregen und Hagel drohen Sturmböen. Im Süden Deutschlands sind vereinzelt sogar orkanartige Böen bis etwa 110 km/h möglich. Gleichzeitig setzt sich kühlere Atlantikluft durch. Die Höchstwerte reichen am Freitag von 22 Grad im Westen bis zu 31 Grad im äußersten Osten und Südosten.

Auch am Wochenende wechselhaft

In der Nacht zum Samstag klingt die Gewitteraktivität vielerorts ab. Im Südosten bleibt es jedoch zunächst noch stark bewölkt mit schauerartigem, teils gewittrigem Regen. Am Samstag folgen vor allem im Norden und Westen weitere Schauer. Der Sonntag bringt im Norden wiederholt Regen oder Schauer, während der Süden und Südosten häufiger heitere Abschnitte erwarten können. Die Temperaturen liegen am Wochenende meist zwischen 21 und 28 Grad.

Aktuelle Warnungen

Amtliche Sturm- und Sturmböenwarnungen bestehen aktuell für den Bodensee sowie höhere Lagen in Süddeutschland. An der Nordseeküste und im Küstenbereich zwischen Fehmarn und Rügen wird ebenfalls vor starken Böen gewarnt. Die genaue Entwicklung kann sich kurzfristig ändern. Vorabwarnungen gelten zudem vor schweren Gewittern für zahlreiche Landkreise in Bayern. Ab Freitagnachmittag sind dort schwere Sturmböen bis 100 km/h, vereinzelt Orkanböen bis 120 km/h, Starkregen um 25 Liter pro Quadratmeter und größerer Hagel möglich.