Unwetter in Valencia
: Alarmstufe Rot in Spanien

In Spanien herrscht nach sintflutartigen Regenfällen Alarmstufe Rot. Die aktuelle Lage in Valencia und weiteren Orten im Überblick.
Von
Nicole Züge
Valencia
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Protective bags of sands are pictured in Aldaia, 10km from Valencia, eastern Spain, on September 29, 2025 after heavy rains prompted fears of a repeat of fatal floods that devastated the Mediterranean region last year. National weather agency AEMET kept coastal areas of Valencia province under the highest red alert on September 29, 2025 because of the risk of torrential rain. Valencia closed schools, libraries, parks, markets and cemeteries, local officials said. (Photo by Jose JORDAN / AFP)

In Spanien haben in der Region um Valencia massive Regenfälle zu Überflutungen geführt. Die Situation erinnert an die Flutkatastrophe vom letzten Jahr.

JOSE JORDAN/AFP

Elf Monate nach der Flutkatastrophe mit 236 Toten steht Valencia erneut unter Wasser. Die spanische Wetterbehörde Aemet rief bereits am Sonntag (28.9.) für den Osten Spaniens Alarmstufe Rot aus und warnte vor „außergewöhnlicher Gefahr“ durch sintflutartige Regenfälle.

Unwetter in Valencia: Nahverkehr brach zusammen

In Valencia blieben am Montag alle Schulen, Universitäten, Parks, Bibliotheken und Friedhöfe geschlossen. Auch in Tarragona und Castellón galt die höchste Warnstufe. Das Es-Alert-System löste Handywarnungen aus.

Der Nahverkehr brach teilweise zusammen. Die Metrovalencia stellte auf den Samstagsfahrplan um, einzelne Abschnitte wie Santa Rita–Llíria mussten gesperrt werden. Busse ersetzten zeitweise die U-Bahnen.

Das Unwetter traf auch Aragón. In Saragossa führten extreme Regenmengen zu Überschwemmungen. Die Krankenhäuser Royo Villanova und Miguel meldeten schwere Wasserschäden. Die Behörden schickten Brigaden und Löschfahrzeuge in das betroffene Gebiet Cuarte de Huerva. Auch in Frankreich kam es zu Einschränkungen.

Flutkatastrophe in Valencia im Oktober 2024

Die Flut von Oktober 2024 gilt als schwerste Naturkatastrophe seit Jahrzehnten. Sie kostete in Valencia und Umgebung mehr als 230 Menschen das Leben. Viele Betroffene protestieren seither gegen unzureichende Warnungen und das Krisenmanagement. Die Regierung in Madrid und die Regionalregierung schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu.