Sturmtief „Leonardo“ in Portugal
: Unwetter fordern elftes Todesopfer in Europa

Ein Toter nach Sturm in Serpa und Milliardenschäden in Portugal. Andalusien meldet Evakuierungen, geschlossene Schulen und Behinderungen im Bahnverkehr. Weitere Unwetter erwartet.
Von
SWP
Lissabon
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In der Region Málaga wurde weiter nach einer Frau gesucht, die von den Wassermassen fortgerissen worden war.

Nono Rico / Europa Press/EUROPA PRESS/dpa
  • Sturmtief „Leonardo“: ein Toter in Serpa, Auto in Fluss gefunden
  • Seit vergangener Woche elf Tote durch Stürme in Südeuropa
  • Portugal: Schäden über vier Milliarden Euro laut Wirtschaftsminister
  • Andalusien: Evakuierungen, Schulen zu, Bahn- und Straßenverkehr gestört
  • Málaga: Suche nach Frau aus Fluss Turvilla; weitere Unwetter befürchtet

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Und wieder haben Unwetter in Europa ein Menschenleben gefordert und verheerende Schäden über Grenzen hinweg angerichtet. Bei dem Sturmtief „Leonardo“ ist in Portugal ein Mensch gestorben. Der 70-Jährige sei tot in seinem Auto gefunden worden, das in einem Fluss in der Gemeinde Serpa unter Wasser gelegen habe, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf die Behörden. Damit stieg die Zahl der Toten infolge von Stürmen seit der vergangenen Woche auf elf.

Vier Milliarden Euro Unwetterschäden in Portugal

Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida schätzte den Schaden vor allem durch den besonders schweren Sturm „Kristin“ vom Mittwoch vergangener Woche auf mehr als vier Milliarden Euro, wie der staatlichen TV-Sender RTP berichtete. Bei dem Durchzug des Atlantiktiefs mit Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 200 Kilometern pro Stunde waren fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere fünf Tote hatte es in den Tagen danach bei Aufräumarbeiten gegeben.

In der Region Cádiz standen auch viele Häuser infolge von Starkregen unter Wasser.

Joaquín Corchero/EUROPA PRESS/dpa

Das Atlantiktief „Leonardo“ sorgte seit Mittwoch auch in Spanien mit Starkregen und stürmischen Winden vor allem im Süden für chaotische Verhältnisse. In der Region Málaga wurde weiter nach einer jungen Frau gesucht, die am Mittwochabend bei dem Versuch, ihren Hund aus dem Fluss Turvilla zu retten, von den Wassermassen mitgerissen worden war, wie der staatliche spanische TV-Sender RTVE berichtete.

Die südspanische Provinz Cádiz war besonders von Starkregen betroffen.

Rocío Ruz/EUROPA PRESS/dpa

Weitere Unwetter in Andalusien befürchtet

In Andalusien mussten Tausende Bewohner tiefergelegener Regionen wegen drohender Überschwemmungen in Sicherheit gebracht werden, Schulen blieben geschlossen und der Bahn- und Straßenverkehr wurde stark beeinträchtigt. Auch für die kommenden Tage werden weitere Unwetter befürchtet.

In der südspanischen Region Andalusien hat das Sturmtief "Lenonardo" für Chaos gesorgt.

Nono Rico / Europa Press/EUROPA PRESS/dpa