Unwetter in Frankreich: Zerstörung und Todesopfer durch Überschwemmung

Unwetter in Frankreich: Heftige Regenfälle in Südfrankreich fordern drei Todesopfer. Zerstörte Straßen und Brücken sowie überflutetet Ortschaften. Foto: zerstörte Autos aufgrund heftiger Regenfälle und Überflutungen in Cavaliere village in Le Lavandou
Christophe Simon/AFPNach erst kürzlichen Unwettern mit Überschwemmungen in Italien und den Alpen hat es nun auch Frankreich erwischt. Ein Ausmaß der Zerstörung bietet sich und mindestens drei Menschen kamen ums Leben.
Unwetter in Frankreich: ein Ausmaß an Zerstörung
Besonders betroffen war das Département Var an der Mittelmeerküste, wo sintflutartige Regenfälle und massive Überschwemmungen ganze Orte verwüsteten. Straßen wurden weggespült, Brücken stürzten ein. Teilweise fiel der Strom aus.
Stromausfälle, Brücken stürzten ein, Straßen sind unpassierbar
Im Ortsteil Cavalière gingen innerhalb nur einer Stunde 255 Liter Regen pro Quadratmeter nieder – eine Wassermenge, die sonst über mehrere Monate fällt. „Eine Wolke ist über Cavalière stehen geblieben“, so Bürgermeister Gil Bernardi und das löste eine Riesenwelle aus. Brücken brachen ein, Straßen wurden weggerissen, rund 300 Menschen sind betroffen. In Teilen des Ortes fiel der Strom aus.
Tote in Le Lavandou und Vidauban – Region unter Schock
Das Unwetter forderte sogar Menschenleben. Zwei Tote wurden in der Küstenstadt Le Lavandou entdeckt, die zwischen Toulon und Saint-Tropez liegt. Eine weitere Person kam in Vidauban ums Leben, einer Gemeinde im Landesinneren. Mehr als 300 Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz, um Hilfe zu leisten und die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Südwesten Frankreichs ebenfalls betroffen – TGV beinahe entgleist
Auch der Südwesten Frankreichs blieb nicht verschont. Dort sorgten am Montag (19.05.) massive Regenfälle und Hagel für Chaos. Zwischen Bordeaux und Toulouse war ein TGV mit 500 Passagieren beinahe entgleist: Das Schienenbett war durch Wassermassen unterspült worden.