Unwetterwarnung NRW, RLP, BW
: Aktuelle Wetterkarte zeigt Regenmassen

Eine amtliche Warnung vor extrem ergiebigen Starkregen hält den Westen Deutschlands in Alarmstellung. Betroffen sind vor allem Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Von
Nicole Züge
Düsseldorf
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Weiterer Regen für Berlin und Brandenburg erwartet: ARCHIV - 22.07.2025, Brandenburg, Jacobsdorf: Dunkle Regenwolken ziehen über ein abgeerntetes Getreidefeld mit Strohrollen im Landkreis Oder-Spree. Die Woche in Berlin und Brandenburg geht nass und stürmisch weiter. Die Unwetterfront von Montag schwächt sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) leicht ab. Dennoch kann es örtlich weiterhin zu Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter sowie Böen mit 70 Kilometern pro Stunde kommen. (zu dpa: «Regen in Sicht») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine amtliche Warnung vor Unwetter mit extremen Starkregen hält den Westen Deutschlands in Atem. Eine Wetterkarte zeigt, welche Regionen heute (9.9.) noch von Starkregen betroffen sind.

Patrick Pleul/dpa

Extrem heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern in der Spitze: Davor warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) seit Montagabend (8.9.). für die Eifelregion. Auch für die übrigen Landesteile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bestehen amtliche Unwetterwarnungen. Betroffen von Unwetterwarnungen sind zudem das Saarland und der äußerste Westen von Baden-Württemberg. Alles Wichtige zur aktuellen Wetterlage und eine Wetterkarte mit den betroffenen Regionen.

„Extrem heftiger Starkregen“: Amtliche Unwetterwarnung für NRW und RLP

Der DWD warnt per amtlicher Unwetterwarnung der höchsten Stufe 4 für einige Teile Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz. Die Warnung ist noch bis zum Mittag den heutigen Dienstag (9.9.) aktiv und kann sich verlängern. Gewarnt wird vor extrem heftigem Starkregen. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 50 l/m² und 80 l/m² in 6 Stunden erwartet. In Staulagen kann es laut den Wetterexperten zu Mengen bis 90 l/m² kommen.

Starkregen im Westen: Wetterkarte für BW, NRW und RLP

Tief „Walter“ sorgt für starken Dauerregen und drückt die Temperaturen im Rheinland nach unten. Auch das Ahrtal in Rheinland-Pfalz ist betroffen, das noch immer mit den Folgen der Flut von 2021 ringt. Der Kreis Ahrweiler warnt vor bis zu 50 Litern Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Zur Katastrophe vor vier Jahren mit 100 bis 150 Litern innerhalb von 24 Stunden sind die Mengen aber nicht vergleichbar. Die Wetterkarte zeigt, wo Tief „Walter“ die Regenmassen über NRW und Rheinland-Pfalz aktuell und in den nächsten Stunden verteilt.

Behörden melden: Lage zunächst ruhig

In der Nacht blieb es im Westen und Südwesten trotz starker Regenfälle weitgehend ruhig, meldet die Deutsche Presseagentur. Die Lagezentren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz meldeten am frühen Morgen keine größeren Vorfälle.

Im Saarland rückten Einsatzkräfte zu 25 vollgelaufenen Kellern aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor teils extremen Unwettern gewarnt. Nach DWD-Angaben fielen vom Saarland bis nach Nordrhein-Westfalen bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter in sechs Stunden. Besonders betroffen waren der Raum Aachen, Köln, die Eifel und das Ahrtal. Dort setzte der Regen erst am frühen Morgen ein.

Die Polizei sprach in der Nacht von einer ruhigen Lage. Die Regenmengen seien nicht vergleichbar mit der Flutkatastrophe 2021, bei der im Ahrtal mehr als 135 Menschen starben. In Aachen hatte die Feuerwehr zunächst keine wetterbedingten Einsätze. Der DWD mahnte jedoch, die Lage weiter genau zu beobachten. Die Unwetter halten voraussichtlich bis zum Vormittag an und lassen ab Mittag nach. Am Nachmittag soll es nur noch örtlich Starkregen geben.